Kreis Heinsberg: Tischler-Innung Heinsberg stellt Gesellenstücke aus

Kreis Heinsberg : Tischler-Innung Heinsberg stellt Gesellenstücke aus

Exzellent gestaltete Gesellenstücke des Tischler- und Schreinerhandwerks können bis zum kommenden Donnerstag, 25. Juni, in Erkelenz im Foyer der Stadthalle und in den Ausstellungsräumen von Haus Spiess bewundert werden.

Die Tischler-­Innung Heinsberg hat auch in ­diesem Jahr wieder den Gestaltungswettbewerb „Die Gute Form — Tischler gestalten ihr Gesellenstück“ veranstaltet. Der stellvertretende Obermeister Max Willms konnte zur Ausstellungs­eröffnung viele Ehrengäste und interessierte Besucher begrüßen, unter ihnen Hauptgeschäftsführer Peter Deckers von der Handwerkskammer Aachen sowie die Jurymitglieder Dr. Veit Luxem von der Volksbank und Hans-Werner Klems von der Kreissparkasse.

In seiner Ansprache betonte Luxem,der renommierte Wettbewerb trage dazu bei, die Gestaltungskompetenz der Tischler und Schreiner einem breiten Publikum zu präsentieren. Der Begriff „Gute Form“ sei in den 50er-Jahren geprägt worden und stehe für ein Design, das zeitlos gültig sein sollte. „Durch eine funktionelle, sachliche und trotzdem ästhetisch gültige Gestaltung sollte eine Dauerhaftigkeit der Dinge geschaffen werden, die über den modischen Zeitgeist hinausgeht.“ Insgesamt richte sich „Die gute Form“ damit an jeden Verbraucher und stehe somit im Gegensatz zum populären Verständnis, dass ­gutes ­Design gleichzusetzen sei mit ­teuren Luxus­gegenständen, die sich nur einige wenige leisten könnten.

Auf die ausgestellten Gesellenstücke weiter eingehend, betonte Luxem, die bestandene Gesellenprüfung sei die Voraussetzung für eine Teilnahme am Wettbewerb „Die Gute Form“. Die Teilnehmer hätten das Gesellenstück selbst entworfen und in einer angemessenen Zeit hergestellt. Die Auszubildenden hätten sich außerdem Gedanken zu einer zeitgemäßen Formgebung gemacht, um diese dann mit Unterstützung ihrer Lehrmeister in den Betrieben umzusetzen. Der Beruf des Tischlers und Schreiners biete auch in Zeiten der Krise manche Gelegenheit, mit intelligenter Handarbeit die nächste Umgebung mitzugestalten, etwas Eigenes zu schaffen, den Alltag zu prägen, so Luxem.

Unter 22 Gesellenstücken hatte die Jury unter Berücksichtigung der Bewertungskriterien Idee, Formgebung und Funktionalität die Preisträger ermittelt. Preisträger im Wettbewerb „Gute Form“ 2015 wurde Maximilian Streit aus Alsdorf (Ausbildungsbetrieb: Franz-Josef Bronneberg aus Baesweiler); Streit wurde zugleich dritter Innungssieger wurde. Zweiter Wettbewerbssieger — und zudem erster Innungssieger — wurde Marcel Lintz aus Erkelenz (Ausbildungsbetrieb: Svenja Dornbusch aus Erkelenz) . Dritter Sieger im Wettbewerb wurde Philipp Palmen aus Alsdorf (Ausbildungsbetrieb: Norbert Schmölders aus Geilenkirchen).

Über Belobigungen im Wettbewerb durften sich der zweite Innungssieger Thomas Buchholz aus Erkelenz (Ausbildungsbetrieb: Hermann-Josef Claßen aus Erkelenz) und Marvin Heinze aus Rommerskirchen (Ausbildungsbetrieb: Thomas Hammermeister aus Heinsberg) freuen.

(koe)