Kreis Heinsberg: Tipps für die Hilfe im Notfall

Kreis Heinsberg : Tipps für die Hilfe im Notfall

Kinder stecken voller Entdeckerlust, Tatendrang und Neugierde. Das gilt gerade auch zur Frühlingszeit, wenn sie endlich wieder nach Herzenslust draußen herumtoben können. Doch beim Klettern oder beim Fahren mit Roller oder Fahrrad kommt es schnell einmal zu Unfällen oder Stürzen.

Auch Pflanzen üben auf Kinder eine nicht immer ungefährliche Anziehungskraft aus. Die Apotheker im Kreis Heinsberg erklären, was zu tun ist, damit man als Helfer richtig reagiert.

„Wenn sich ein Kind verletzt hat, sollte man sich einen Überblick über die Situation und die Art der Verletzung verschaffen und möglichst rasch und sicher reagieren”, so Hans Kühle, Pressesprecher der Apotheker im Kreis Heinsberg. „Bei vielen Wunden handelt es sich um Bagatellverletzungen, bei denen kein Grund zur Aufregung besteht. In der Regel reicht es aus, die Wunde zu säubern und anschließend ein Pflaster als Wundauflage aufzukleben.”

Großflächige Wunden sollten allerdings mit einer Kompresse versorgt werden, die mit einer Mullbinde abgedeckt wird. Bei Schwellungen oder Brandwunden eignet sich eine Kühlkompresse und ein Desinfektionsmittel zur Säuberung. Die Apotheker raten zudem, bei einem Sturz des Kindes auf den Kopf mit anschließenden Schmerzen und Schwindelgefühlen, tieferen Stich- oder Schnittwunden sowie Verletzungen durch Fremdkörper zur Sicherheit einen Arzt aufzusuchen.

Gefährlich wird es auch, wenn Kinder aus Neugierde Pflanzen probieren, die giftig sein können. Dann ist es wichtig, die Anzeichen einer Vergiftung rechtzeitig zu erkennen. „Merkmale sind zum Beispiel Übelkeit, Kopfschmerzen, Magenkrämpfe, Durchfall oder Atemstörungen”, zählt der Apotheker auf. Zu den toxischen Pflanzen gehören Teile der Herbstzeitlosen, Nadeln und Samen der Eibe oder der Kirschlorbeer.

Zu folgenschweren Vergiftungen kann es außerdem aus Unachtsamkeit kommen, wenn die Kinder Putzmittel trinken. In beiden Fällen sollten die Eltern sofort einen Arzt aufsuchen oder die Giftnotrufzentrale Bonn anrufen. Dort wird man rund um die Uhr unter 0228/19240 von Ärzten kostenfrei beraten.

Ist klar, dass ein Kind eine unbekannte Substanz verschluckt hat, sollte man zurückhaltend dabei sein, ihm etwas zu trinken zu geben. Auf keinen Fall darf das Kind Milch trinken, da dadurch in vielen Fällen die Giftaufnahme beschleunigt wird.