THW-Kräfte sind zurück vom Hochwassereinsatz

THW-Kräfte sind zurück vom Hochwassereinsatz

Kreis Heinsberg. Die komplette Crew der Übach-Palenberger THW-Helfer ist von den Einsatzstellen im Hochwassergebiet an der Elbe in die Heimat zurückgekehrt!

Sie sind sehr froh darüber, dass sie den Menschen in den Katastrophengebieten helfen konnten.

In Dresden hatte die Fachgruppe „Elektroversorgung” mit Gruppenführer Udo Werden und Maschinist Horst Hillemacher über insgesamt 14 Tage einen harten Einsatz.

Zuerst konzentrierten sich die Arbeiten in und um das Gebäude des Innenministeriums von Sachsen. Gemeinsam mit der Fachgruppe „Wasserschaden / Pumpen” aus Krefeld waren die Helfer zunächst damit befasst, zu verhindern, dass das Ministerium nicht stärker vom Wasser beschädigt wurde. In der zweiten Einsatzwoche versorgten die Übach-Palenberger „Strommacher” einen ganzen Ortsteil.

Die Fachgruppe „Infrastruktur” unter Leitung der Gruppenführer Sven Otten und Alexander Hack startete zunächst in Torgau. Ihr Aufgabe vor Ort war mitzuhelfen, 20 000 ertrunkene Tiere einer Putenfarm zu entsorgen und einer Seuchengefahr vorzubeugen.

In Meißen konnten sich die Helfer dann gewaltig profilieren. Eine 1,2 Kilometer lange Frischwasserleitung wurde von ihnen binnen zwei Tagen in einer „Rund-um-die-Uhr-Arbeitsleistung” gemeinsam mit den Kameraden aus Erkelenz erstellt.

Danach unterstützten sie den „Brückenbauzug” des THW aus Mönchengladbach bei der Instandsetzung von zwei Brücken sowie beim kompletten Neuaufbau zweier Notbrücken (Bailey).

Der Technische Zug unter Leitung von Zugführer Bernd Junker und den Gruppenführern Marcel Grundmann und Jens Ueberdick war zuerst in Perleberg in der Nähe von Wittenberge stationiert.

Mit 25 weiteren Technischen Zügen und diversen Fachgruppen waren sie bei der Deichsicherung eingesetzt. Zu ihren Aufgaben gehörte unter anderem das Befüllen von Netzen mit Sandsäcken, die dann per Hubschrauber zu den gefährdeten Deichen geflogen wurden. In der zweiten Einsatzwoche wurde Zugführer

Bernd Junker eine eigene Abschnittsleitung in der Nähe von Wootz übertragen. Mehrere Technische Züge hatten auch dort die Aufgabe, die Deichsicherung vorzunehmen. Dabei arbeiteten die THW-Einheiten eng mit der Bundeswehr und dem DRK sowie den so genannten „Deichläufern” zusammen. Ein Deichbruch konnte verhindert werden.

Ab 14. August war die Übach-Palenberger THW-Unterkunft rund um die Uhr besetzt beziehungsweise erreichbar. Einsatzbefehle wurden entgegen genommen. Helfer wurden alarmiert und Einheiten in die Schadensgebiete entsandt. Anschließend wurden die Arbeitgeber der eingesetzten Kräfte informiert.

Auch der THW-Landesverband erhielt Unterstützung aus der ehrenamtlichen Schiene. Mit Zugführer Hans Engels und stellvertretendem Ortsbeauftragten Michael Hufschmidt waren zwei Helfer zum THW-Landesverband nach Düsseldorf entsandt worden. Ihre Aufgabe bestand dort darin, die Lagekarte mit zu führen.

Mit der Rückkehr war der Einsatz für die THW-Einheiten aber noch nicht abgeschlossen. Die Einheiten waren wieder einsatzbereit zu machen. Diese Arbeit ist inzwischen abgeschlossen. Ein zufriedener THW-Ortsbeauftragter Walter Junker dankte den THW-Helfern für die geleistete Arbeit und unterstrich, dass die Ausbildung der letzten Jahre in der Praxis gut umgesetzt werden konnte.