Kreis Heinsberg: Therapiebus für die Arbeit der Heinsberger Lebenshilfe

Kreis Heinsberg : Therapiebus für die Arbeit der Heinsberger Lebenshilfe

„Mit unserem Therapiebus können wir unsere Arbeit viel näher und intensiver verrichten”, freut sich Bärbel Jouck, Leiterin der Frühförder- und Beratungsstelle der Lebenshilfe. Ihr Team mit Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden und Heilpädagogen unterstützt im Kreis über 150 Eltern und ihre Kinder von Geburt an.

„Wir begleiten Kinder mit einer Entwicklungsverzögerung oder Verhaltensauffälligkeit und unterstützen Familien, wenn das Kind eine Behinderung hat. Uns ist es wichtig, unsere therapeutisch-pädagogische Unterstützung nicht nur in unserer Frühförder- und Beratungsstelle in Oberbruch anzubieten. Gerade im häuslichen Umfeld können wir in einer besonderen Atmosphäre eng mit der gesamten Familie zusammenarbeiten”, so Bärbel Jouck.

„Heute verfügen wir über umfangreiches Therapiematerial wie Spezialstühle, Bewegungsmatten oder Spielzeug, so dass wir ein entsprechend großes Auto benötigen, um unsere Arbeitshilfen mit in die Familien nehmen zu können. Natürlich muss auch unsere große Sprachhilfepuppe Max immer mit an Bord sein. Max baut Ängste ab und hilft oft beim ersten Kontakt. Mit unserem mobilen Frühförderfahrzeug sind wir jetzt voll einsatzfähig.”

Da keine öffentlichen Mittel für eine Fahrzeugfinanzierung der Frühförderstelle zur Verfügung stehen, hat die Lebenshilfe-Stiftung die Anschaffungskosten von über 10.000 Euro übernommen. Der Stiftungsvorstand um Marianne Bückers, Christa Winkels und Edgar Johnen hat sich dabei intensiv für das Fahrzeug engagiert.

„Vor über 40 Jahren entwickelte sich der Elternverein Lebenshilfe Heinsberg aus der Idee, Kindern mit Behinderung im Kreis Heinsberg in den Familien, zu Hause, vor Ort therapeutische Hilfestellungen anzubieten. Eine Physiotherapeutin fuhr 1966 erstmals zu Familien im Kreisgebiet, um Kinder mit Behinderung zu fördern. Sie war die erste Angestellte der Lebenshilfe Heinsberg. „ Damit sie ihre Arbeit verrichten konnte, schaffte der Elternverein einen Ford Taunus an”, so Edgar Johnen.

Heute sei die Frühförderung wichtiger denn je und eine zentrale Aufgabe der Lebenshilfe: „Je früher professionelle Hilfe einsetzt, desto erfolgreicher können wir die Entwicklung der Kinder fördern.” Heute begleitet die Lebenshilfe mit über 550 Pädagogen, Therapeuten und Pflegern 1400 Menschen mit Behinderung in Kindertages-, Wohn- und Arbeitsstätten.