Gangelt-Hastenrath: Theatergruppe Haselrode: Neues Stück sorgt für gute Laune

Gangelt-Hastenrath : Theatergruppe Haselrode: Neues Stück sorgt für gute Laune

Es gibt jede Menge Studien, die beweisen, dass Lachen gesund ist. Und so erhielt das Hastenrather Theaterpublikum mit dem Erwerb der Theaterkarte auch gleichzeitig das Rezept für eine abendfüllende Gesundheitskur.

„Wer nicht hören will, muss fühlen“ heißt das neue Theaterstück der Theatergruppe Haselrode, dass das Publikum zum Lachen brachte.

Die Wahl des Stückes war ebenso gelungen, wie die Besetzung der Rollen: zum Beispiel Horst Ohlenforst als Mattes Tapfer in der Rolle eines einwilligen Rentners oder Jürgen Franken als Jupp Ängstlich, Mattes bestem Kumpel.

Die Szene als Mattes und Jupp nach einem Kneipenbesuch zurückkommen und in Mattes Wohnzimmer erscheinen ist himmelschreiend komisch. Die Zuschauer bogen sich vor Lachen. Zumal auch die übrigen Darsteller angesteckt wurden von der guten Stimmung in der Halle und exzellent spielten. Ein weiterer Garant für gute Laune war, dass meistens Platt gesprochen wurde.

Hauptfigur des Stücks ist Mattes, der keine Rücksicht auf andere nimmt. Nachbar Paul (Ralf Korsten) ist ein Draufgänger und nutzt Mattes Räume als Liebesnest. Mattes Nichten Helga (Regina Nagler) und Seefa (Maria Friedrichs) verzweifeln, haben sie doch der Mutter am Sterbebett versprochen, auf ihn aufzupassen.

Sie beschwören zusammen mit der Nachbarin Erna (Gerda Köhler) die Hastenrather Geister. Dann kommt ihnen die Idee: eine polnische Fachkraft (Jeanette Franken als rabiate Hauswirtschafterin Radka) soll her, die sich um den Haushalt und Mattes kümmern soll. Die Nichten machen Mattes die Idee schmackhaft. Er stimmt zu und stellt sich ein 20- bis 25-jähriges hübsches Mädchen vor, das ihn demnächst versorgen wird und entwickelte schon Frühlingsgefühle.

Dann beginnen die für ein Dorfstück typischen Verwicklungen: Mattes hat sein Zimmer wieder für einige Stunden an Paul vermietet, der zu diesem Zeitpunkt offiziell eigentlich dienstlich unterwegs sein soll. Mattes ist derweil mit Jupp auf Tour durch die örtlichen Lokalitäten.

So trifft die polnische Fachkraft, die bereits für den Abend bestellt wurde, auf Paul statt auf Mattes. Und Mattes und Jupp treffen auf die zauberhafte Danuta (Anne Vergossen), die Mattes den Kopf verdreht. Und da ist auch noch Staubsaugervertreter Eugenius (Rüdiger Offermann), der ebenfalls einiges falsch deutet.

Das große Verwechselungsspiel beginnt mit Szenen, die man nicht beschreiben kann, am besten legt die Theatergruppe viele Taschentücher für die Lachtränen aus.

Hinter den Kulissen im Einsatz sind Michael Köhler (Souffleur), Heike Kaußen (Requisiten und Assistenz), Michael Antpöhler und Manfred Friedrichs (Licht und Ton) und Regie führt Walburga Kohnen.

(agsb)