Kreis Düren: Teures Solo im Auto vermeiden

Kreis Düren : Teures Solo im Auto vermeiden

Herr Meier fährt ein Mittelklasseauto. Der Kombi bietet Platz für die ganze Familie plus Urlaubsgepäck. Sehr praktisch. Doch Urlaub ist leider nicht alle Tage. Und so sitzt Herr Meier - wir könnten ihn auch Müller, Schmitz oder sonstwie nennen - meist allein in seinem Pkw, unterwegs zu seinem 15 Kilomerer entfernten Arbeitsplatz in der Stadt.

Das halten die meisten Berufspendler für völlig normal, wie ein Blick auf unsere Straßen beweist. Ein Blick auf die Fakten lässt solche Art von Personenbeförderung eher fragwürdig erscheinen: Denn hier werden mit 140 PS rund 1,6 Tonnen Automobil bewegt zu dem einzigen Zweck, 82 Kilo Meier ans Ziel zu befördern.

Dieses Missverhältnis zwischen Eigengewicht und Nutzlast ist dem Projekt „Bürgerservice Pendlernetz” ein Dorn im Auge. Eine Arbeitsgemeinschaft, der sich bisher 35 Kreise und kreisfreie Städte in NRW angeschlossen haben, will Fahrgemeinschaften organisieren und fördern.

Der Kreis Düren will nun auch mitmachen. In der jüngsten Sitzung des Kreisentwicklungsausschusses folgten die Fraktionen einem Beschlussvorschlag der Verwaltung, der den Abschluss eines Vertrages für den Internetservice Pendlernetz angeregt hatte.

Kontakt via Internet

Nun sind noch Vorarbeiten zu leisten. So sollen alle 15 Kommunen Abfahrtsorte und Zielräume in ihren Grenzen definieren; auf dieser Grundlage soll das Prinzip Fahrgemeinschaft funktionieren. Über die Homepage seiner Kommune oder des Kreises Düren kann ein Berufspendler demnächst seine Fahrtwünsche und -ziele eingeben oder Angebote einsehen, dann kommt der Kontakt zustande.

Damit Herrn Meiers Kombi im Dienste der Umwelt tüchtig ausgelastet wird, sollen bald drei Fahrgäste mit gleichem Ziel an Bord sein.

Die Nutzung dieses Angebots ist für die Teilnehmer kostenlos. Und für den Kreis Düren bezahlbar. Einmalig sind 892 Euro fällig, als jährlicher Beitrag 1900 Euro.