Kreis Heinsberg: „Technologietransfer kann ganz einfach sein“

Kreis Heinsberg : „Technologietransfer kann ganz einfach sein“

Geschäftiges Treiben herrschte schon am frühen Morgen im Gewerbegebiet Nieder­heid in Geilenkirchen. Wie bereits vor wenigen Wochen beim offiziellen ersten Spatenstich zur Erweiterung des Gewerbegebietes in unmittelbarer Nachbarschaft, war es jetzt erneut ein Projekt der Wirtschaftsförderung, das die Aufmerksamkeit auf sich lenkte.

Rund 50 Gäste aus Unternehmen im Kreisgebiet waren der Einladung zur fünften Auflage der „Early Birds“ gefolgt, für die das Geilenkirchener Unternehmen Jakobs-Houben Technologie (JHT) GmbH als Co-Gastgeber auftrat.

Die von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG) gemeinsam mit der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (Agit) und der Fachhochschule (FH) Aachen aufgelegten Early-Birds- Technologiefrühstücke folgen ­einem mittlerweile etablierten Konzept, das — neben einem technologiebezogenen Impuls­vortrag aus der Fachhochschule Aachen — auf ein jeweils interessantes Unternehmen aus dem Kreis Heinsberg als Co-Gastgeber baut und nicht zuletzt mit einer ungezwungenen Frühstücksatmosphäre als Argument für einen Besuch der Veranstaltung wirbt.

Den Early-Bird-Impuls setzte diesmal Professor Christoph Hebel vom Lehrgebiet Verkehrsplanung und -technik, Stadt- und Raumplanung im Fachbereich Maschinenbau der FH Aachen. Er stellte innovative Mobilitätskonzepte aus dem Portfolio der Fachhochschule vor und betonte seine Kooperationsbereitschaft mit mittelständischen Unternehmen aus der Region. Professor Hebel ist auch Direktor des Ende 2013 gegründeten European Center for Sustainable Mobility, ­einer wissenschaftlichen Einrichtung unter der Verantwortung der Fachbereiche Bauingenieurwesen, Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Luft- und Raumfahrttechnik und des Solar-Instituts der FH.

Anschließend wusste Gastgeber Alexander Houben von JHT mit seinem Vortrag unter dem Motto „Gute Köpfe machen den Unterschied“ von den Marktchancen zu berichten, die man als kleiner innovativer Ingenieurdienstleister vom Kreis Heinsberg aus zu erschließen in der Lage sei, wenn man mit einer ebenso motivierten wie qualifizierten Mannschaft an den Start gehe. Viele Besucher, darunter auch Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler, zeigten sich dann auch an der Möglichkeit zur Besichtigung der Werkshalle und verschiedener von JHT entwickelter Sondermaschinen, zum Beispiel aus der Beschichtungstechnologie, interessiert.

So konnten die Veranstalter zum Schluss zum wiederholten Mal zufrieden Bilanz ziehen: Das Early-Birds-Konzept ging auch in Geilenkirchen auf. Die lockere Netzwerkatmosphäre am Frühstücksbuffet, an dem sich die Besucher sowohl untereinander als auch mit den Beratern von WFG, Agit und insbesondere der FH über die Möglichkeiten des Technologietransfers austauschen konnten, hat ihren Zweck erfüllt. Die Botschaft konnte wieder einmal bei der Zielgruppe platziert werden: „Technologietransfer kann ganz einfach sein, wenn man weiß, wen man ansprechen kann!“