Heinsberg: Taucher bilden wichtige Einheit

Heinsberg : Taucher bilden wichtige Einheit

Sie bilden eine der wichtigen Sondereinheiten, auf die sich die Freiwillige Feuerwehr im Kreis Heinsberg stützen kann: die Feuerwehrtaucher. Und zu ihrem Revier gehört der Lago Laprello in Heinsberg, der jetzt Schauplatz einer Prüfung war.

Zwei Mitglieder der von Oberbrandmeister Oliver Krings geleiteten Tauchergruppe der Feuerwehren im Kreis Heinsberg - Unterbrandmeister Markus Steven von der Freiwilligen Feuerwehr Wegberg und Unterbrandmeister Friedel Wellens von der Freiwilligen Feuerwehr Heinsberg - legten ihre praktische Prüfung zum Feuerwehrtaucher Stufe 2 ab, während Feuerwehrmann Dennis Hachmeyer von der Tauchergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Petershagen in der Stufe 1 geprüft wurde.

Wie in der Feuerwehrdienstvorschrift nachzulesen ist, muss der Feuerwehrtaucher Stufe 1 für Such- und Rettungsaufgaben bis zu einer Wassertiefe von zehn Metern befähigt sein, während für die Stufe 2 auch technische Maßnahmen bis zu einer Wassertiefe von 20 Metern beherrscht werden müssen. So ging es im Lago Laprello um die Bergung eines versunkenen Pkw.

Nach dem Suchen und Markieren der speziell präparierten, versenkten Pkw-Karosserie mussten die Prüflinge den Hebesack und das Stahlseil der Seilwinde anschlagen. Unterstützt wurden die Maßnahmen vom Feuerwehrboot und dem Rüstwagen der Löschgruppe Oberbruch. Mithilfe der Tauchertelefonanlage konnte der Einsatz zwischen Signalmann, Bootsführer und Taucher koordiniert und überwacht werden.

Für den Einsatz im Prüfungsausschuss konnten die Feuerwehr-Lehrtaucher aus Viersen, Oberbrandmeister Jörg Hein, und aus Petershagen, Brandinspektor Patrick Wichmann, gewonnen werden. Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper, dem die Tauchergruppe der Feuerwehren des Kreises Heinsberg unmittelbar untersteht, war ebenfalls vor Ort und überwachte den Prüfungsablauf.

Bei Regen und starkem Wind wurde auch dem Bootsführer das ganze Können abverlangt. Zudem war die Unterwassersicht stark eingeschränkt. Für die Prüflinge herrschten somit reale Bedingungen wie bei einem Einsatz vor. All dies sorgte - neben zusätzlichen Fragen der Prüfer - für entsprechenden Prüfungsstress. Nachdem alle gestellten Aufgaben erfüllt waren, merkten die Prüfer zwar Verbesserungsmöglichkeiten an, bescheinigten den Prüflingen jedoch ein uneingeschränkt gutes handwerkliches Können als Feuerwehrtaucher.