Städteregion: Tarifkonflikt und Warnstreik erreichen am Mittwoch die Städteregion

Städteregion : Tarifkonflikt und Warnstreik erreichen am Mittwoch die Städteregion

Der Tarifstreit im öffentlichen Dienst wird am kommenden Mittwoch, 21. März, auch die Städteregion erreichen: Für diesen Tag haben die Gewerkschaften Komba und Verdi zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Dies gilt sowohl für die Stadt Aachen als auch für den Altkreis.

„Auch die zweite Verhandlungsrunde hat zu wenig Fortschritte gebracht. Deshalb müssen wir ein deutliches Zeichen setzen“, betont Komba-Vertreter Stefan Reinke. Von 10 bis 12 Uhr soll auf dem Vorplatz des Aachener Hauptbahnhofs eine Kundgebung stattfinden.

Mehrere hundert Teilnehmer werden dort nach Gewerkschaftsangaben erwartet, darunter auch viele der rund 530 Mitglieder, die bei der Städteregion beschäftigt sind. Weil sich der Protest nicht auf die Vormittagszeit beschränken wird, rechnet Reinke mit Einschränkungen in zahlreichen öffentlichen Einrichtungen.

Diese werden dadurch verstärkt, dass auch die Verdi-Mitglieder ihre Arbeit niederlegen wollen. Allerdings sind sie in der Städteregion weit weniger stark vertreten als die Komba-Kollegen. „Die Arbeitgeber sollen endlich die alten Rituale lassen und ein ernsthaftes Angebot vorlegen“, heißt es im Verdi-Streikaufruf. Solange das nicht passiere, werde man den Druck erhöhen.

Nach Aussage von Verdi-Sekretär Matthias Dopatka sollen alle Bereiche des öffentlichen Lebens bestreikt werden. Das gilt neben sämtlichen Dienststellen der Verwaltungen auch für Kindertagesstätten, die Müllabfuhr und den öffentlichen Personennahverkehr. „Es wird nichts ausgeklammert“, kündigt Dopatka an.

Die Gewerkschaften fordern unter anderem die Erhöhung der Tarifentgelte um sechs Prozent, mindestens um 200 Euro, eine Erhöhung der Auszubildendenvergütung und Praktikantenentgelte um 100 Euro, die unbefristete Übernahme der Auszubildenden, eine Erhöhung des Wechselschicht- und Schichturlaubs, 20 Prozent Zuschlag für Samstagsarbeit auch in Krankenhäusern, einen Tag mehr Urlaub für Auszubildende, die Verbesserung der Regelungen zur Kostenübernahme des Ausbildenden beim Besuch auswärtiger Berufsschulen und eine Fortschreibung der Regelungen zur Altersteilzeit.

Das genaue Ausmaß der zu erwartenden Streiks war am Freitag noch nicht abzusehen, die internen Vorbereitungen der Gewerkschaften sind in vollem Gange. Verdi will sich zu Wochenbeginn detailliert zu den Aktionen am Mittwoch äußern.

(gro/alp)
Mehr von Aachener Zeitung