Kreis Heinsberg: Tagebaue: Grüne fordern detaillierte Überprüfungen

Kreis Heinsberg : Tagebaue: Grüne fordern detaillierte Überprüfungen

In der aktuellen Debatte über die Konsequenzen aus dem katastrophalen Hangrutsch am Concordia-Restsee in Sachsen-Anhalt haben sich am Mittwoch die Landtagsabgeordnete der Grünen und die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag zu Wort gemeldet.

Ruth Seidl, Landtagsabgeordnete aus Wassenberg, erklärte in einer Pressemitteilung: „Dieses schlimme Ereignis muss auch Konsequenzen für die hiesige rheinische Tagebauregion haben. Es muss detailliert von unabhängigen Sachverständigen überprüft werden, ob derartige Hangrutschungen auch an den Tagebauen Garzweiler, Inden und Hambach möglich sind. Das gilt insbesondere für die Phase, wenn die Restlöcher mit Wasser befüllt werden.

Die Tagebaue in unserer Region sind deutlich tiefer als die in Ostdeutschland und etliche Ortschaften liegen nur wenige hundert Meter von der Tagebaukante entfernt. Vor diesem Hintergrund unterstützen wir die Forderung des BUND, die den Tagebauen zugrunde liegenden Braunkohlenpläne Garzweiler II, Inden II und Hambach auf den Prüfstand zu stellen.

Gerade nach dem aktuellen Unglück erscheinen die bisherigen Regelungen in den Braunkohlenplänen und Rahmenbetriebsplänen nicht auszureichen.” Nach Ansicht von Seidl müsse sich auch der Landtag mit diesem Thema befassen.”

Maria Meurer, die Fraktionsvorsitzende der Grüne im Heinsberger Kreistag, ergänzte: „Wir Grüne im Kreis Heinsberg fordern kreisübergreifend eine schnellstmögliche Sondersitzung des Braunkohlenausschusses, die sich mit diesem Thema befasst. Können solche Hangrutschungen hier nicht definitiv ausgeschlossen werden, muss die gesamte Tagebauplanung geändert werden.” Vor einem solchen Risiko, so Meurer, müssten auch die Menschen und Ortschaften im Kreis Heinsberg bewahrt werden.