Kreis Heinsberg: Tabuthema: „Die meisten Menschen möchten zu Hause sterben”

Kreis Heinsberg : Tabuthema: „Die meisten Menschen möchten zu Hause sterben”

„Die meisten Menschen möchten zu Hause sterben, das Thema ist aber immer noch mit einem großen Tabu versehen, und es ist nicht leicht, den Schwerkranken noch eine optimale Lebensqualität zu gewährleisten.”

Erkenntnisse, die nur durch massive Öffentlichkeitsarbeit verbreitet werden können: Das meint nicht nur Verwaltungsdirektor Wolfgang Salz von der Hermann-Josef-Stiftung in Erkelenz, sondern auch der Vorsitzende des Vereins Regenbogen Wassenberg, Pfarrer Dr. Titus Reinmuth.

Sie unterzeichneten jetzt einen Kooperationsvertrag, der die ambulante Versorgung schwer kranker und sterbender Patienten in weiten Teilen des Kreises Heinsberg auf eine völlig neue Basis stellt.

Der im Jahre 2000 gegründete Verein „Ökumenisch ambulanter Hospizdienst Regenbogen Wassenberg” sei zurzeit der einzige Hospizdienst im Kreis Heinsberg, der die Bedingungen der Krankenkassen für eine professionelle Versorgung erfülle.

Mit den pflegerischen und medizinischen Leistungen des Ambulanten Pflegezentrums in Erkelenz ergebe sich ein überaus sinnvolles Zusammenwirken, um ein begleitetes Sterben in gewohnter häuslicher Umgebung zu ermöglichen. Bisher arbeitete „Regenbogen” im Einzugsgebiet Wassenberg, Heinsberg und Waldfeucht. In Zusammenarbeit mit der Hermann-Josef-Stiftung wird der Verein jetzt auf den Bereich Erkelenz und Hückelhoven ausgeweitet.

Ab sofort werden 15 geschulte „Ehrenamtliche” für die Kooperation mit dem Ambulanten Pflegezentrum zur Verfügung gestellt.