Selfkant: Süsterseel wird ans Gasnetz angeschlossen

Selfkant : Süsterseel wird ans Gasnetz angeschlossen

In 14 Tagen können die ersten Süsterseeler an das Erdgasnetz angeschlossen werden.

Dies verkündete Josef Schultheis, Leiter Vertrieb Privatkunden bei der EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH, auf einer Bürgerversammlung in Süsterseel.

Er gab ferner bekannt, dass bis 2010 große Teile im Selfkant mit Erdgas versorgt werden können. Die Süsterseeler, die sich jetzt für einen Anschluss entschieden, müssten allerdings nicht warten bis der Letzte ans Netz gehe.

Die EWV sei sehr darum bemüht, dass die Baumaßnahmen reibungslos vonstatten gehen.

Dabei sollten nötige Anschlüsse wie zum Beispiel für Telefon berücksichtigt werden, sodass die Straßen nicht mehrmals aufgerissen werden müssten. Auch Straßenbauvorhaben seien einbezogen.

Die zahlreich erschienenen Bürger interessierten sich vor allem für die Kosten. Schultheis: „Bei einem Abstand bis zu sieben Metern zum Hausanschluss verlangen wir eine Pauschale von 1900 Euro.

Wer mehr Meter benötigt, kann mit 100 Euro pro weiteren Meter rechnen. In der Regel werden doch bis zu 90 Prozent mit der Pauschale hinkommen.

Auch wer nicht gleich plant, seine Heizung umzustellen, kann sich vorsorglich den Anschluss legen lassen, und dann erst in zwei bis drei Jahren - maximal fünf - seine Heizung auf Erdgas umrüsten.”

Bei der Umstellung von Flüssiggas könnten Kosten von 50 bis 500 Euro für die Heizung fällig werden. Der Preis pro Kilowattstunde Erdgas betrage 4,47 Cent. Rechne man mit Flüssiggas-Kilo, müsse der Preis fürs Kilo mal 14 genommen werden.

Aber es gebe auch vielfältige Förderprogramme für die Umstellung zum Beispiel von Öl oder Kohle. Informationen hierzu gebe es bei der EWV-Hotline Tel.01802/398003.

Gas sei nicht gefährlich. Es sei viel wahrscheinlicher, vom Blitz erschlagen zu werden, als an einer Gasexplosion ums Leben zu kommen. Manipulationen an der Gasleitung würden jetzt durch einen Strömungstrichter verhindert werden.

Auch sei Erdgas nicht mit dem früher bekannten Stadtgas zu vergleichen. Denn es sei heute technischer Standard, dass kein Gas ströme, wenn nicht die Heizung gezündet sei.

Die Kosten für den Schornsteinfeger könnten allerdings bei einer neuen Heizung nicht eingespart werden. Es sei auch sinnvoll, die Heizung einmal im Jahr checken zu lassen. Denn eine Heizung, die gut eingestellt sei, habe eine höhere Ausbeute.

Technisch noch nicht ausgereift seien die Brennwertkessel. Man müsse nicht unbedingt die modernste Anlage nehmen, meinte Schultheis abschließend.