Kreis Heinsberg: Sturmfreie Bude gehört mit zum Erlebnisparcours

Kreis Heinsberg : Sturmfreie Bude gehört mit zum Erlebnisparcours

Dieter Meurer, der Geschäftsführer vom Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt, hat sich gemeinsam mit dem Schirmherrn, dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Heinsberg, Lothar Salentin gefreut, zum zweiten Mal „komm auf Tour”, den Erlebnisparcours der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), begrüßen zu können.

Der Erlebnisparcours der Bundesagentur für Arbeit und des nordrhein-westfälischen Schulministeriums findet in der von der AWO Service GmbH betriebenen Waschkaue in Übach-Palenberg statt.

Zielgruppe sind vor allem Haupt- und Förderschüler der siebten Klassen. Aus dem Kreis nehmen neben fünf Haupt- und zwei Förderschulen aber auch drei Real- und eine Gesamtschule am Projekt teil. Die jungen Menschen zwischen 13 und 15 Jahren sollen darin gefördert werden, die eigenen Stärken zu entdecken und mit ersten eigenen Vorstellungen über den weiteren Berufs- und Lebensweg zu verbinden. Dazu gibt es verschiedene Stationen auf der Tour durch die Waschkaue.

Ein Ziel ist die „Sturmfreie Bude”. Da müssen die Schüler verschiedene Aufgaben erfüllen - vom Bettenmachen über Aufräumen bis zum Fernsehprogramm wird alles selbst gemacht. In einem Labyrinth erfahren sie, wie es sich mit Handicap durch die Welt bewegt. Auf der Bühne dürfen sie selbst einmal der Star einer eigenen Geschichte sein. Kurz vor Schluss kommt dann noch der Zeittunnel, der die Frage aufwirft, wie es in der Zukunft der heutigen Schüler aussehen könnte. Bei jeder Station sammeln die jungen Leute nicht nur viele positive Erfahrungen, sondern auch Punkte.

So ergibt sich ein individuelles Profil für jeden einzelnen Schüler. Unterstützt von Botschaften wie „Finde heraus, was dich interessiert” und „Du kannst viel mehr, als du bislang weißt”, können sich die Jugendlichen am Ende vielleicht besser selbst einschätzen. Über einfache Schlagworte oder ein Motivationstraining geht dieser Ansatz weit hinaus. Er fordert die Jugendlichen anhand der vier Stationen aktiv heraus, sich kennenzulernen und zu beweisen.

„Wir meinen, dass die Kinder gerade in diesem Alter ihre Grundfähigkeiten entwickeln”, berichtete der Schirmherr über die Motivation der Kreissparkasse, dieses Projekt - mit 5000 Euro - zu fördern. Zudem unterstrich Lothar Salentin das Ziel der Aktion, Schülern ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten bewusst zu machen. Hans-Helmut Lehmkuhl (Agentur für Arbeit) sagte: „Der Übergang ins Berufsleben ist sicherlich kein leichter, sondern immer auch ein Stück Lebensplanung.” Da junge Menschen sich noch nicht in ausreichendem Maße selbst kennen würden, sei es wichtig, eigene Kompetenzen sichtbar zu machen.

Ulrike Schmidt (BZgA) war der Zusammenhang zwischen beruflicher Zukunft und individueller Lebensplanung wichtig: „Es ist möglich, die Zahl der Teenager-Schwangerschaften weiter zu senken - denn wenn Jugendliche eine berufliche Perspektive haben, macht man sich eher Gedanken über Verhütung.” Dr. Bernd Schlieperskötter vom Schulamt betonte die Verpflichtung der Schulen, sich um die Berufsvorbereitung zu kümmern. Und für Dieter Meurer war es eine Freude, zu sehen, dass sich sowohl der Kreis Heinsberg als auch die Stadt Übach-Palenberg aktiv am Projekt beteiligen.