Erkelenz-Bellinghoven: Sturm: Trauerweide kracht ins Maar

Erkelenz-Bellinghoven : Sturm: Trauerweide kracht ins Maar

Mit lautem Krachen, Bersten und Splittern von Holz ist am Mittwochabend in Bellinghoven das alte Wahrzeichen an der „Maar” ins Wasser gestürtzt. Eine starke Sturmbö hatte die älteste Trauerweide am Dorfweiher erfasst und so kraftvoll umgelegt, dass der dicke Stamm beim Aufschlag in der Mitte durchbrach und die Äste wie Glas zerbrachen und ins Wasser klatschten.

Erschreckt rannten die Anwohner nach draußen, um in der Dunkelheit nach Sturmschäden Ausschau zu halten.

Die Dächer waren zum Glück heil geblieben, die alte Trauerweide hatte es dagegen schwer erwischt, wie sie bei der Straßenbeleuchtung schnell feststellten. Nur wenige Sekunden hatte die starke Sturmbö gedauerte, erklärten Anwohner bei der Besichtigung am nächsten Morgen.

Ein Blick in die Dorfchronik verriet, welches Alter die Trauerweide hatte. Im Jahr 1926 wurde die „Maar” trocken gelegt und die längst fällige Entschlammung vorgenommen. Danach legte die Dorfbevölkerung 1927 die Insel an und bepflanzte sie mit einer Trauerweide.