Aachen: Studien- und Berufsmesse ZAB eröffnet im Eurogress

Aachen : Studien- und Berufsmesse ZAB eröffnet im Eurogress

„Niemand sollte einen Beruf wählen, mit dem er nicht glücklich ist.” Diesen Rat gab Jürgen Bartolomy, Leiter des Berufskollegs für Gestaltung und Technik, den vornehmlich jungen Menschen mit auf den Weg. Anlass war die Eröffnung der Berufsorientierungsmesse ZAB im Eurogress, die von AN-Redakteurin Martina Rippholz moderiert wurde.

Laut Bartolomy gibt es immer einen Kompromiss, und viele Schüler würden in unterschiedliche Bereiche schauen, bevor sie zu ihrem endgültigen Berufsziel gelangten. Die Messe im Eurogress bietet reichlich Gelegenheit, sich mit unterschiedlichen Berufen und Ausbildungszielen vertraut zu machen.

Über 100 Aussteller präsentieren sich dort und liefern Informationen: Von den unterschiedlichen Berufskollegs in Aachen und der Städteregion bis hin zur Theaterschule, Einrichtungen der Altenpflege, Firmen wie Philips und Aldi oder Sparkasse und Stawag. Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Angebot an Workshops und Infoveranstaltungen. Das Angebot ist enorm, und um den Überblick nicht zu verlieren, riet Bartolomy den Besuchern: „Picken Sie sich die Rosinen heraus und überlegen Sie vorher, was Sie im einzelnen interessiert.”

Genau so haben es André Hoettgen (19) und Keshia Steuer (17) aus Eschweiler gemacht. Er will Architektur studieren und kam, um sich bei der Fachhochschule über ein Architekturstudium zu informieren, sie interessiert sich für Mediengestaltung und hat alle Informationen gesammelt, die hilfreich sein könnten. Jetzt muss sie das ganze Material noch sichten.

Überall vor den Ständen herrschte reges Treiben, und der Besucherandrang bewies, dass das Angebot den jungen Menschen recht gelegen kommt. „Für Leute, die eine Ausbildung suchen ist die Messe hilfreich”, meint die 17-jährige Donia Hedhli. Sie und ihre Freundinnen sind mit dem Berufskolleg Stolberg nach Aachen gekommen. Toll finden sie das Angebot der AOK, kostenlose Bewerbungsfotos machen zu lassen. Davon haben sie gleich Gebrauch gemacht. Auch Donia interessiert sich für Mediengestaltung, eine ihrer Freundinnen für eine Ausbildung als Erzieherin. Sie sind gekommen, um sich schlau zu machen.

„Handwerk hat goldenen Boden”, betonte Hans-Josef Hilsenbeck, stellvertretender Städteregionsrat, und forderte, dass auch an den Gymnasien verstärkt für handwerkliche Berufe geworben werden sollte. Seiner Einschätzung nach gibt es gute Ausbildungschancen für junge Menschen. Die Stadt biete eine Reihe von Möglichkeiten, sagte Manfred Ernst, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule. Und in der U3-Betreuung zeichne sich jetzt ein Fachkräftemangel ab.

Alle sind davon überzeugt, dass die Messe hervorragend geeignet ist, um Firmen, Schulen und Bewerber zusammenzubringen. Laut Bartolomy liegt der besondere Reiz im direkten Kontakt. Der sei eben nicht mit der Informationssuche am Bildschirm zu vergleichen.