Erkelenz: Studenten bringen frischen Wind in die Realschule Erkelenz

Erkelenz : Studenten bringen frischen Wind in die Realschule Erkelenz

Von September bis Januar arbeiteten sechs Studierende der Hochschule Niederrhein aus dem Fachbereich „Soziale Arbeit” an der Realschule Erkelenz, um dort Projekte zum Thema „Mädchen- und Jungenförderung” durchzuführen und auszuwerten.

Innerhalb ihres Studiums müssen die angehenden Schulsozialarbeiter ein Projekt an einer Schule organisieren. Da die Realschule seit vielen Jahren über ein eigenes Konzept in diesem Bereich verfügt, traf die Anfrage der jungen Leute hier auf offene Ohren.

Die Theorie erhielten die Studenten an der Hochschule durch die Dozentin Dr. Felicitas Lowinski. Projektbegleiter an der Realschule war der Lehrer Sebastian Delißen. Mit insgesamt drei Projekten, die auf reges Interesse bei den Schülern trafen, bereicherten die Studenten nach Unterrichtsschluss das Schulleben. So richtete sich die Jungengruppe „No - Girls” an Jungen der siebten Klasse.

Hier sollten die Jungen einmal unter sich bleiben, so dass ihre spezifischen Interessen und Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. Die Jungen entschieden sich gemeinsam mit den Studenten Patrick Mevißen und André de la Chaux dafür, ein Videoprojekt auf die Beine zu stellen.

In Form einer Nachrichtensendung setzten sie ihre Idee in die Tat um. In dem Mädchenprojekt „Pimp my Christmas” wurde die Weihnachtsgeschichte moderner und zeitgenössischer nachgespielt, um diese gegenüber den kommerziellen Aspekten des Festes wieder in den Vordergrund zu rücken.

Die Projektleiterinnen Pia Schnitzler und Katrin Zaijfert hatten sich außerdem zum Ziel gesetzt, Mädchen, die im normalen Schulalltag nichts miteinander zu tun haben, besser miteinander in Kontakt zu bringen und Vorurteile abzubauen, so dass diese sich auch anderen Mädchen gegenüber öffnen. Die Tanzgruppe „Black Stars” war das dritte, altersgemischte Projekt. Sie bestand aus fünf Mädchen und drei Jungen der sechsten Jahrgangsstufe.

Geleitet wurde das Projekt von Kirsten Bendick und Rabea Kubiak. Unterstützung bekamen die Studentinnen im tänzerischen Bereich durch die Schülerinnen Melanie und Jenny aus der Klasse 9d der Realschule.

Die Tanzschule „La Vida Loca” gestaltete das erste Treffen mit einer Tanzstunde. Bei der abschließenden Aufführung für alle Schüler der sechsten Jahrgangsstufe wurden Videoaufnahmen von den Proben gezeigt und die einstudierte Choreographie präsentiert. Am Ende stand fest, dass sich das Engagement der Studenten wirklich gelohnt hat, denn Schulsozialarbeiter sind für alle an Schule Beteiligten auf jeden Fall ein Gewinn.