Streicheleinheiten für die Plüschtiere

Streicheleinheiten für die Plüschtiere

Wegberg (an-o) - Die Kinder klatschen in die Hände, stampfen mit den Füßen auf den Boden und pusten sich die Luft aus dem Leib. Wenn sich Kinder so benehmen, hat das einen besonderen Grund: "Angelinas Musiktheater" ist in der Stadt und steuert seinen Teil zu den Ferienspielen bei.

"Musik und Theater für kleine Leute" steht auf dem Auto, mit dem die Darsteller von "Angelinas Musiktheater" aus dem fernen Märkischen Landkreis anreisten. Martina und Heribert Heyden sind die Namen der beiden Darsteller, die sich hinter diesem Titel verbergen. Ihre Hauptaufgabe: Unterhaltung für Kinder. Dazu kamen sie ins Maximilian-Kolbe-Gymnasium.

Und hier warteten sie bereits: Über 50 kleine Leute, zwischen zwei und sieben Jahre alt, um sich im Rahmen der Ferienspiele das bunte Schauspiel des Duos anzusehen. Der Name des einstündigen Stücks, "Ausflug ins Reich der Tiere", war Programm: Vom Tausendfüßer über eine Pinguindame, vom Bären bis zum Krokodil, viele verschiedene Tiere stellten sich dem jungen Publikum vor. Natürlich, wie es der Name des Ensembles verspricht, mit Musik.

Während Martina Heyden den Figuren Leben einhauchte, trat ihr Ehemann Heribert mit ihnen in Dialog und spielte auf dem Keyboard die dazugehörigen Lieder. Aber es gab nicht nur viel zu sehen, die Kinder konnten selbst auch aktiv an dem Theater teilnehmen: Mit Händen und Füßen und nicht zuletzt mit ihrer eigenen Stimme.

Mit Puppen ins Publikum

Die Darsteller erzählten ihre Geschichten, stellten auch Fragen an die Kinder und banden sie so immer wieder mit ins Geschehen ein. Die ließen es sich nicht zweimal sagen, lauthals zu antworten - mit sichtlich viel Spaß und Freude. Die Begeisterung erreichte immer dann einen Höhepunkt, wenn Martina Heyen mit ihren Handpuppen ins Publikum kam und direkt Kontakt zu den kleinen Gästen aufnahm. Ob Pinguin Paula, Frosch Björn, Willibald der Tausendfüßer oder das Killekitzelmonster: Alle Figuren wurden sofort von den staunenden Kindern ins kleine Herz geschlossen.

Inspiriert von Belafonte

Die Sympathie war sogar so stark, dass sie sich am Ende der Vorstellung gar nicht von den Plüschfiguren trennen wollten, noch an die Bühne gingen um ihre neugewonnenen Lieblinge zum Abschied noch einmal zu streicheln. Der Name "Angelinas Musiktheater" kommt nicht von ungefähr. Martina und Heribert Heyden ließen sich von von Harry Belafonte inspirieren. Da sie hin und wieder auch mit kleinen Akkordeons, so genannten Konzertinas, auftreten, erinnerten sie sich an Belafontes Lied "Angelina", in dem neben dem Mädchen auch eben jenes Instrument besungen wird: Ein Kind war geboren - vor zwölf Jahren.