Waldfeucht-Braunsrath: Sternwallfahrt der Frauen führt zum Kloster Maria Lind

Waldfeucht-Braunsrath : Sternwallfahrt der Frauen führt zum Kloster Maria Lind

„Mit Maria auf dem Weg“ war in diesem Jahr die Sternwallfahrt der Frauen aus der GdG Heinsberg-Waldfeucht zum Kloster Maria Lind in Braunsrath überschrieben.

Jutta Kranz-Schöbben, Rita Maybaum, Maria Zimmermann und Agnes Hilgers hatten die Texte für die heilige Messe vorbereitet, die Regionalvikar Markus Bruns und die Klarissen gemeinsam mit den Frauen in der wieder komplett besetzen Klosterkirche feierten.

Jutta Kranz-Schöbben, Rita Maybaum, Maria Zimmermann und Agnes Hilgers (von links) bei ihrer Ansprache nach der Predigt von Regionalvikar Markus Bruns (rechts). Foto: Anna Petra Thomas

Es sei eine schöne Tradition, dass sich die Frauen in jedem Jahr zu Fuß, mit dem Rad oder auch mit dem Auto auf den Weg machen würden, erklärte Bruns nach der Begrüßung durch Elisabeth Jöris im Namen der beteiligten Frauengemeinschaften in der GdG. Sein Dank ging an die Schwestern im Kloster, an Michael Merten an der Orgel, an Küster Bernhard Beiten und an die Braunsrather Frauen, die wieder für die Bewirtung der Pilgerinnen sorgten.

„Wege, sowohl die schweren als auch die leichten, nur zusammen sind sie Sinnbild unseres Lebens, unseres Lebensweges“, erklärte Jutta Kranz-Schöbben in ihrer Einführung zum Leitmotiv der Wallfahrt. Spuren auf ihrem Weg habe auch Maria hinterlassen, erklärte Agnes Hilgers, „deutlicher als die ‚Großen‘ der Weltgeschichte“. Und dabei sei Maria vor 2000 Jahren eigentlich unbekannt gewesen. „Niemand nimmt von ihr Notiz. Geschichtsbücher erwähnen sie nicht.“

Das Besondere an ihr sei jedoch gewesen, dass sie sich auch für das Unerwartete und einen neuen Weg geöffnet habe. „Sie ist offen und ansprechbar — auch für Gott.“

Kapelle wird renoviert

„Wer es mit Gott zu tun bekommt, muss bereit sein aufzubrechen“, erklärte Bruns in seiner Predigt. Oft sei der Weg dann ein unbekannter und damit auch kein leichter. „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“, zitierte der Regionalvikar einen bekannten Liedtext von Xavier Naidoo. Die Alternative sei, sich zu verstecken, in Lähmung zu verharren. „Das löst aber keine Probleme, lässt einen Neuanfang nicht zu“, mahnte er.

„Nehmen wir unser Leben mit in all seinen Höhen und Tiefen mit ins Gebet. Maßnehmen können wir dabei an Maria“, schloss er seine Predigt und fügte in den Fürbitten hinzu: „Wir gehen nicht ins Ungewisse, und wir gehen nicht allein. Du Gott begleitest uns auf unseren Wegen. Dafür danken wir Dir.“

Die Kollekte kam in diesem Jahr dem Mittagstisch im Jugendcafé Loony-Day in Heinsberg zugute. Rund 60 junge Menschen, die es schwer hätten auf ihrem Weg, würden sich hier jeden Dienstag und Freitag zum Essen einfinden, erklärte Bruns dazu.

Am Ende der heiligen Messe informierte Bruns auf Bitte der Klarissen zudem darüber, dass die Kapelle von Maria Lind ab Mitte Juni für etwa drei Wochen wegen einer Renovierung geschlossen bleibt. „Sie sind aber immer herzlich willkommen hier in der Klosterkirche“, fügte er hinzu.

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