Städteregion: Stellvertretender Städteregionsrat: Axel Wirtz soll Nachfolge antreten

Städteregion : Stellvertretender Städteregionsrat: Axel Wirtz soll Nachfolge antreten

Die Entscheidung hinter verschlossenen Türen fiel einstimmig aus: Die CDU-Fraktion schlägt Axel Wirtz für das Amt des ersten stellvertretenden Städteregionsrates vor. Kommenden Donnerstag kommt der Städteregionstag in einer Sondersitzung für die Neuwahl zusammen.

Sie ist notwendig, weil der bisherige Amtsinhaber Hans-Josef Hilsenbeck am 10. Dezember völlig überraschend im Alter von 76 Jahren gestorben war.

„Es ist eine Situation eingetreten, mit der niemand gerechnet hatte. Ich habe die zeitlichen Kapazitäten und kann dieses aufwendige Amt voll und unparteiisch wahrnehmen“, erklärte der 60-jährige Stolberger Wirtz auf Anfrage unserer Zeitung. Damit erfüllt er die wesentlichen Kriterien ebenso wie die von der CDU gewünschte Herkunft aus dem ehemaligen Kreis Aachen. „Axel Wirtz ist im Altkreis seit vielen Jahren politisch verhaftet und kennt die Menschen“, sieht die städteregionale Fraktionsvorsitzende Ulla Thönnissen in ihm einen sehr geeigneten Kandidaten.

30 Jahre lang gehörte er dem Stolberger Stadtrat an, seit 1994 ist er Mitglied im Kreis- bzw. Städteregionstag und führte den CDU-Kreisverband von 1997 bis Oktober 2017 an. Außerdem war Wirtz bis Mai 2017 knapp 18 Jahre lang Landtagsabgeordneter.

Rückschlüsse auf eine mögliche Kandidatur für das Amt des Städteregionsrates bei den Kommunalwahlen im Herbst 2020 lassen sich aus der Entscheidung der CDU-Fraktion nach Aussage ihrer Vorsitzenden derweil nicht schließen: „Das eine hat mit dem anderen wirklich gar nichts zu tun“, betont Ulla Thönnissen. Und auch Axel Wirtz selbst will von einer möglichen Signalwirkung nichts wissen: „Von der aktuellen Personalentscheidung geht keinerlei Signalwirkung für die Nachfolge von Helmut Etschenberg aus.“

Während die SPD angekündigt hat, bis zum Sommer festlegen und veröffentlichen zu wollen, mit wem sie in den Wahlkampf um das Amt des Städteregionsrates in gut zweieinhalb Jahren ziehen wird, rechnet Ulla Thönnissen bei der CDU erst gegen Ende des Jahres mit einer Entscheidung. „Wir sind dabei, Gespräche zu führen“, berichtet sie. Dies geschehe in enger Abstimmung mit dem neuen Kreisvorsitzenden der Partei, Hendrik Schmitz. Er war vor drei Monaten beim Kreisparteitag in Eschweiler zum Nachfolger von Axel Wirtz gewählt worden.

(gro)
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