Selfkant-Wehr: Stefan Cohnen erfüllt sich Kindheitstraum

Selfkant-Wehr : Stefan Cohnen erfüllt sich Kindheitstraum

Stefan Cohnen aus Wehr hat sich einen Kindheitstraum erfüllt, denn der Rennfahrer erhielt beim Radsportteam „Lamonta” seinen ersten Profivertrag.

Das Talent zum Radfahrer wurde Stefan Cohnen zwar in die Kinderschuhe gelegt, doch bevor er zum Profisport gelangte, musste er schon im jungendlichen Alter einen professionellen Lebensstil an den Tag legen und auf vieles verzichten, was für andere Jugendliche zur Normalität gehört.

Unzählige Stunden verbrachte er auf dem Fahrrad, wenn andere sich im Schwimmbad vergnügten oder in der Disco feierten. In diesem Jahr hat der Jungprofi vor Saisonbeginn schon 10.000 Kilometer in den Beinen.

In den letzten zwei erfolgreichen Jahren machte der 22-Jährige immer wieder mit Siegen auf sich aufmerksam, unter anderem in der Niedersachsenrundfahrt, beim luxemburgischen „Fleche du Sud”, der Irland-Rundfahrt und schließlich beim Klassiker „Rund um die Elm” in Braunschweig.

Auch nach einem zweiten Platz beim Rennen „Rund um Düren” (2004) lobten zahlreiche hochkarätige Radsportler den jungen Rennfahrer. Zumal mit Jens Heppner und seiner Mannschaft „Wiesenhof” Topfahrer am Start waren. Hierdurch konnte Cohnen einen Vertrag als Profi abschließen bei einer der erfolgreichsten deutschen Mannschaften, dem Team „Lamonta” aus dem ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück.

„Lamonta” ist eins der hochwertigen Produkte der Möbelvertriebsgesellschaft „Carina”. Das seit vier Jahren bestehende Radteam dieser Firma erreichte 2004 viele überraschende Erfolge in bedeutenden Rennen - unter anderem den Gesamtsieg bei der „Rheinland-Pfalz-Rundfahrt” durch Björn Glasner. Am Saisonende landete „Lamonta” auf dem ersten Weltranglistenplatz unter den GS 3-Teams.

Schon im Oktober 2004 begann für Stefan Cohnen die Vorbereitung auf die diesjährige Rennsaison. Zunächst kombinierte er ein ausgewogenes Kraft-/Aufbau-Training im Fitness-Studio mit stundenlangem Grundlagen-Ausdauer-Training auf dem Rennrad. Daran schloss sich im Januar ein erstes dreiwöchiges Trainingslager auf Gran Canaria an zusammen mit einigen seiner neuen Team-Kameraden.

In den wenigen Tagen, die er zwischendurch zuhause in Deutschland verbrachte, fand die offizielle Mannschaftsvorstellung statt. Sofort danach ging es weiter zum zweiten, diesmal 14-tägigen Trainingslager mit der gesamten Mannschaft auf Mallorca, wo auch einige Frühjahrsrennen auf dem Programm stehen.

Die wohl überlegte Rennplanung des Lamonta-Teams sieht vor, dass Stefan Cohnen bei folgenden Rennen in unserer Umgebung startet: „Rund um Köln”, „Hel van Mergelland”, „Rund um Düren” und schließlich auch beim berühmten „Henninger Turm” in Frankfurt am 1. Mai.

Bei seiner umfangreichen Vorbereitung und solchem Trainingsfleiß kann man dem jungen Rennfahrer für sein erstes echtes Profijahr viel Erfolg und vor allem gute Gesundheit wünschen. Seine Radfreunde vom Heimatverein „Velo-Club Selfkant” hoffen natürlich darauf, dass er nochmal ein wenig Zeit hat für eine gemeinsame Trainingsrunde.