Kreis Heinsberg: Standortmarketingkampagne: „Spitze im Westen“ mit Horizonterweiterung

Kreis Heinsberg : Standortmarketingkampagne: „Spitze im Westen“ mit Horizonterweiterung

Die mehr als 20 Kampagnenmotive rund um das Standortmarketing der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG) unter dem Motto „Spitze im Westen“ sind jetzt um ein neues Motiv ergänzt worden: Ganz im Stil dieser „Kampagne mit Augenzwinkern“ fragt da der neue WFG-Geschäftsführer Ulrich Schirowski: „Horizonterweiterung gefällig?“ Und er will damit den Blick lenken auf den Lückenschluss zwischen der Autobahn 46 und der niederländischen A2.

Seine Botschaft lautet: „Spitze im Westen? Nicht nur in Bezug auf die geografische Ausgangslage lohnt sich ein Blick auf den Kreis Heinsberg, um seinen Horizont zu erweitern. Denn in der jüngeren Vergangenheit hat unser Standort einen fulminanten Strukturwandel vollzogen.“

 „Spitze im Westen“ soll durch den Kreis rollen: WFG-Projektleiter Axel Wahlen zeigt auf die Pläne. Bald soll es auch einen Bus von West Verkehr im Design der Standortmarketingkampagne geben. Fotos (2): defi
„Spitze im Westen“ soll durch den Kreis rollen: WFG-Projektleiter Axel Wahlen zeigt auf die Pläne. Bald soll es auch einen Bus von West Verkehr im Design der Standortmarketingkampagne geben. Fotos (2): defi Foto: defi

Und schon im nächsten Jahr werde mit der Vollendung des Lückenschlusses über die B56n einmal mehr „Horizonterweiterung pur“ geboten. „Noch kürzere Wege in den Benelux-Raum und zu den Häfen an der niederländischen und belgischen Küste bedeuten auch noch bessere Entwicklungsmöglichkeiten für die Wirtschaft, die wir mit den Möglichkeiten der WFG in ihrer Entwicklung im Kreis Heinsberg weiter unterstützen werden.

Und das durchaus auch vor dem Horizont...“ Für Schirowski ist klar, dass die A 46 / B 56 n „die Entwicklungsachse des Kreises“ ist. Und dass von dem Lückenschluss wirtschaftliche Impulse zu erhoffen sind — für die anliegenden Städte Heinsberg, Hückelhoven und Erkelenz ebenso wie für die kleineren Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht, aber durchaus auch für die anderen Kommunen im Kreisgebiet. So hat der Lückenschluss laut WFG auch jüngst bei der ­Ansiedlung des Jago-Logistikzentrums in ­Hückelhoven / Wassenberg eine Rolle gespielt.

Angesichts der erfreulicherweise guten Dynamik bei der Vermarktung von Gewerbeflächen hält Schirowski es nicht für ausgeschlossen, dass es mittelfristig sogar einen Engpass geben könnte. Aktuell seien rund 110 Hektar sofort verfügbar. Es sei keine Panik angebracht, aber Obacht sollte seiner Ansicht nach schon gegeben werden.

Angesichts der planerischen Vorlaufzeiten rückt der WFG-Geschäftsführer eine gut abgestimmte, vorsorgende Gewerbeflächenentwicklung in den Fokus der Zusammenarbeit mit den Kommunen. Dabei könnte nach seiner Ansicht auch das geplante und eigentlich für Großvorhaben reservierte Industriegebiet Lindern eine Rolle spielen.

„Spitze im Westen“ läuft. Und: „Es wird weitergehen“, so Schirowski. Das soll auch nach 2017, wenn die ursprünglich auf drei Jahre angelegte dritte Auflage des WFG-Standortmarketings unter diesem Motto auslaufen wird, der Fall sein.

Aktuell stellt die WFG bereits erste Überlegungen an, wie es konkret weitergehen soll. Dabei wird unter anderem darüber nachgedacht, wie für die als Partner der WFG bei dieser Kampagne beteiligten Unternehmen ein noch größerer Mehrwert zu erzielen sein könnte.

Auch für „Spitze im Westen“ selbst könnte sich der Horizont in Zukunft erweitern. Zwar steht Konkretes noch nicht fest, aber die anlaufende „Verschmelzung“ von Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Heinsberger Tourist-Service (HTS) könnte dazu führen, dass „Spitze im Westen“ als Slogan auch für den Tourismus genutzt werden könnte. „Funktionieren würde er da auch“, zeigt sich Schirowski überzeugt.

(disch)