Wassenberg: Stadtbild soll Vorrang haben

Wassenberg : Stadtbild soll Vorrang haben

Zwei von der Genehmigungsbehörde gestoppte Bauvorhaben im historischen Stadtkern von Wassenberg am Verlorenen Turm sollen durch eine Änderung des Bebauungsplans wieder „flott” gemacht werden. Dafür hat sich der Planungsausschuss einstimmig (bei einer Enthaltung) ausgesprochen.

Da ist einmal das Haus Am Buir 2, dessen Rückwand die historische Stadtmauer bildet. Das Vorhaben liegt seit einigen Monaten im Rohbau still, weil der Kreis Heinsberg der Ansicht ist, Restaurierung beziehungsweise Wiederaufbau kämen einem Neubau gleich, wodurch das Objekt seinen Bestandsschutz verloren habe.

Lutz-Hennig Meyer vom Rheinischen Amt für Denkmalpflege urteilt: „Nur durch ein kleinteiliges Gebäude, wie das derzeit in Ausführung befindliche, können die Stadtmauer und der Verlorene Turm ihr stadtbildprägendes Gewicht erhalten”. Dieses Argument war für den Planungsausschuss maßgebend, auch wenn Bürgermeister Manfred Winkens in Bezug auf die Gesamtheit der Projekte einräumte: „Das etwas schief gelaufen ist, ist klar”.

Das zweite stillgelegte Bauprojekt betrifft die wiederaufgebaute, 1993 abgebrannte Scheune mit dem benachbarten Roten Haus. Auch hier geht es um Abstandsflächen, diesmal zur Kirchengemeinde.