Wegberg: Stadt will Energieoptimierung erreichen

Wegberg : Stadt will Energieoptimierung erreichen

Umweltschutz wird in Wegberg groß geschrieben. In den letzten Jahren wurden einige Projekte zum Schutz der Umwelt ins Rollen gebracht.

So erzeugt die Kläranlage Gas, das zu Heizzwecken und zur Stromerzeugung genutzt wird. Die Grundschule in Arsbeck wird mit einer Geothermieanlage beheizt, auf dem Dach des Baubetriebshofes produziert eine Photovoltaikanlage Strom und auf dem Dach der Dreifach-Sporthalle im Schulzentrum besorgt eine Solaranlage die Aufbereitung des Warmwassers.

Doch auch im Kleinen wird der Ökoaspekt berücksichtigt. So werde bei der Neuinstallation von Beleuchtungskörpern darauf geachtet, dass Energiesparlampen Verwendung finden. Auf diesen Lorbeeren will sich die Verwaltung nicht ausruhen. Sie schlug dem Ausschuss für Städtebau, Umwelt und Verkehr die Beteiligung am European Energy Award (EEA) vor.

Der EEA ist ein Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren, mit dem die Klimaschutzaktivitäten der Kommune regelmäßig erfasst und analysiert, um weitere Potenziale des nachhaltigen Klimaschutzes identifizieren und nutzen zu können. Angesichts der in absehbarer Zeit zu erwartenden steigenden Energiepreise entlaste eine Energieoptimierung die städtischen Kassen auch langfristig, hieß es in der entsprechenden Beschlussvorlage.

Für die Teilnahme am EEA können NRW-Gemeinden eine Festbetragsförderung in Höhe von zwei Dritteln der geschätzten Teilnahmekosten erhalten. Für Wegberg wären dies 20.000 Euro. Die Kosten entstehen hauptsächlich durch die Honorierung eines Energieberaters, der den gesamten Prozess begleitet und eng mit dem Energieteam aus Vertretern der verschiedenen Fachbereiche zusammenarbeitet. Um an dem Prozess teilnehmen zu können, war jedoch ein politischer Beschluss erforderlich. Der Ausschuss gab einstimmig grünes Licht.