Wassenberg: St. Georg: Solarzellen steigen Kirche aufs Dach

Wassenberg : St. Georg: Solarzellen steigen Kirche aufs Dach

Auf der südlichen, dem Stiftsplatz zugewandten Seite des Schieferdaches des Langschiffes der Propsteikirche St. Georg soll im Herbst eine 20 bis 22 Quadratmeter große (2,56 kWp) Photovoltaikanlage installiert werden.

Sie soll jährlich etwa 2000 kwh Strom erzeugen. Dieser soll direkt ins öffentliche Stromnetz der Kreiswerke eingespeist werden. Er soll mit 0,481 Cent pro kwh vergütet werden. Eine eigene Verwendung des so erzeugten Stromes im Kirchenbereich soll, wie zu erfahren war, nicht vorgesehen sein.

Kosten betragen 25 550 Euro

Die Barvergütung soll der Jugendarbeit innerhalb der Pfarre zur Verfügung stehen. Die Gesamtkosten für Anlage, Montage und Öffentlichkeitsarbeit (diese wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefordert) sollen sich auf zurzeit 25 550 Euro belaufen.

Die zugesagte Förderung der DBU soll 11 750 Euro betragen. Zur Deckung der verbleibenden Eigenleistung durch die Kirchengemeinde von 13 800 Euro sollen demnächst „Anteilscheine” zu je 200 Euro angeboten werden, die mit vier Prozent verzinst werden.

Verantwortlich für das Projekt PV-Anlage ist ab 21. September eine Gruppe Jugendlicher (16/17 Jahre) im Rahmen der Firmvorbereitung. Diese freut sich auf das Interesse der Pfarrmitglieder und hofft auf den Erwerb der Anteilscheine. Ansprechpartnerin ist Barbara Kaiser als Sprecherin des Jugendausschusses im Pfarrgemeinderat.

Die gesamte Aktion „Strom vom Kirchendach” geht auf eine Initiative der beiden großen Kirchen in Deutschland zurück. Diese haben nachdrücklich dazu aufgefordert, sich im Bereich Umwelt- und Energiefragen zu engagieren.

Mit der Studie „Handeln für die Zukunft der Schöpfung” forderte die Deutsche Bischofskonferenz die Gemeinden direkt dazu auf, Solarenergie verstärkt an kirchlichen Gebäuden anzubringen.

„600 Kirchengemeinden für die Sonnenenergie, eine Förderinitiative der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), trägt dazu bei, dass Kirchengemeinden Vorbildfunktion übernehmen können” (Zitat von Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU von 1999).

In der Pfarre St. Georg hat der Kinder- und Jugendausschuss - nach einem ersten Schritt durch den Kirchenvorstand - das Projekt „Photovoltaikanlage” übernommen, die bisherigen Arbeiten und Formalitäten erledigt und nun, wie es im Pfarrbrief von September (Nr. 3) heißt, „eine Förderzusage der DBU erhalten”.

Wie zu erfahren war, wird der Kirchenvorstand von St. Georg noch im September über die noch offenen technischen und finanziellen Fragen beraten und beschließen.