Kreis Heinsberg: Sprachstandserfassung ist „Pfusch am Bau”

Kreis Heinsberg : Sprachstandserfassung ist „Pfusch am Bau”

Der Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) traf sich im Hückelhovener Hotel am Park zur Mitgliederversammlung.

Die scheidende Vorsitzende Renate Eidems hob in ihrem letzten Rechenschaftsbericht hervor, dass es der Gewerkschaft nicht gelungen sei, den Kontakt zur Politik herzustellen und die Positionen der Pädagogen zu wichtigen Themen der Bildungspolitik zu vermitteln.

Da sei vor allem die Geschwindigkeit der Neuerungsprozesse zu diskutieren, die einige Probleme bei der Umsetzung mit sich bringen würden. Gravierend seien diese Probleme im Grundschulbereich. Die in diesem Jahr erstmals durchgeführte Sprachstandserfassung sei „Pfusch am Bau”.

Ohne Nachbesserungen sei sie an den Schulen nicht praktikabel. Zum derzeit aktuellen Thema der Kopfnoten betonte sie, dass die Regelung geändert werden müsse. Ein weiteres Problem sehe sie im Landespersonalvertretungsgesetz, durch das die Rechte der öffentlich Beschäftigten „erheblich beschnitten” würden.

Finanziell steht der Kreisverband auf gesunden Beinen. Dies ging aus dem Bericht von Kassiererin Barbara Kaiser hervor. Die Tatsache, dass bewusst auf eine Geschäftsstelle im Kreis verzichtet worden sei, habe zu einem sehr positiven Kassenstand geführt. Neben Schulungen standen im zurückliegenden Jahr auch gesellige Treffen wie die Fahrt mit der Selfkantbahn am Nikolaustag und ein Besuch des Historischen Klassenzimmers in Geilenkirchen-Immendorf auf dem Programm.

Bei den Neuwahlen trat Eidems nicht noch einmal an. Klaus Lange wurde zu ihrem Nachfolger und an die Seite von Marlene Klotz gewählt; seine bisherige Position als Pressewart hält er weiterhin inne. Klotz wurde einstimmig für vier weitere Jahre in ihrem Amt bestätigt. Auch Geschäftsführer Georg Schiefelbein wurde ebenso wie der Schriftführer Jürgen Trautwein in seinem Amt bestätigt. Ihm zur Seite steht Astrid Tjardes. Die Kasse der GEW übernahm Johann Schröders von Barbara Kaiser, die sich ebenfalls nicht zur Neuwahl stellte.

Neben den Wahlen gab es einige Jubilare zu ehren. Für 20-jährige Mitgliedschaft wurden Petra Dirksen, Gabriele Wefers-Herzogenrath, Alwin Nagel und Ulrich Latour ausgezeichnet. 25 Jahre in der GEW ist Angela Herberg.

Auf eine 30-jährige Mitgliedschaft blicken Franz Ginnuttis, Roswitha Fahlbusch, Hannelore Krause, Annegret Bodden, Irmgard Stieding, Jürgen Trautwein, Ingrid Wasserzier und Uwe-Rüdiger Zimmermann zurück. Ingrid Landmesser wurde für 40 Jahre und Ilse Schumacher für 45 Jahre Mitgliedschaft geehrt.