Kreis Heinsberg: „Spitze im Westen“ rollt nun quer durch den Kreis

Kreis Heinsberg : „Spitze im Westen“ rollt nun quer durch den Kreis

Der Kölner Dom, die Zeche Zollverein in Essen und der Borussia-Park in Mönchengladbach, „Manneken Pis“ in Brüssel, der Hafen von Antwerpen und der Eiffelturm in Paris, weitere Wahrzeichen aus Eindhoven und Lüttich, Düsseldorf und Aachen sowie „Kreis Heinsberg — näher dran, als man denkt“: Diese Motive und dieser Slogan zieren einen ­Linienbus der West Verkehr.

So rollt „Spitze im Westen“, die Standortmarketingkampagne der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG), nun auch quer durch den heimischen Kreis.

 Freuen sich über die neue Kooperation: WFG-Geschäftsführer Ulrich Schirowski (r.), West-Verkehr-Geschäftsführer Udo Winkens (l.) und Landrat Stephan Pusch.
Freuen sich über die neue Kooperation: WFG-Geschäftsführer Ulrich Schirowski (r.), West-Verkehr-Geschäftsführer Udo Winkens (l.) und Landrat Stephan Pusch. Foto: agsb

„Ich finde es toll — ein starkes Statement“, freute sich Landrat Stephan Pusch, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der WFG ist, am Dienstag bei der Vorstellung des Busses im Spitze-im-Westen-Design im Rondell vor dem Kreishaus in Heinsberg an der Valkenburger Straße. „Für mich trägt so etwas auch mit dazu bei, dass sich die Menschen mit ihrer Heimat ein Stück weit mehr identifizieren.“ Natürlich wüssten die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Heinsberg, dass es von hier aus nicht weit sei zu den großen Zentren in Nordrhein-Westfalen und im benachbarten Ausland. „Aber — und das darf man durchaus auch einmal selbstbewusst feststellen — wir sind nicht nur irgendwie mit dabei, wir sind mitten drin im Zentrum Westeuropas.“

„Nach den tiefgreifenden Strukturbrüchen der 80er und 90er Jahre ist der Kreis Heinsberg inzwischen auf einem gutem Weg“, erklärte Ulrich Schirowski, der Geschäftsführer der WFG. Einige ­wesentliche Wirtschaftsstrukturdaten, vor allem aber die real spürbare Entwicklung in Firmen und die Nachfrage nach Gewerbeflächen würden zeigen: „Viele Unternehmen haben erkannt, dass der Kreis Heinsberg ein hervorragender Wirtschaftsstandort ist — und wichtige Absatzmärkte liegen gleich vor der Haustür.“ Dies sei auch der Grundgedanke der Werbung auf dem Bus mit dem Slogan „Kreis Heinsberg — näher dran als man denkt“.

Entwickelt worden war das Motiv eigentlich für das Standortmarketing der WFG nach außen. Die Zusammenarbeit mit Trailer Profi VVV (Dremmen) hat es möglich gemacht, dass inzwischen fast 20 Lkw-Auflieger als rollende Werbung für den Standort Kreis Heinsberg in ganz Deutschland und im benachbarten Ausland — von Südengland bis Norditalien — unterwegs sind — „und dies mit positiver Resonanz“, wie die WFG meldet.

Eine Hälfte der Fahrzeuge wirbt auf den Heckflächen mit dem Slogan „Kreis Heinsberg — mehr drin, als man denkt“ und einem Blick in eine unendlich groß erscheinende Lagerhalle für die logistischen Qualitäten des Wirtschaftsstandortes. Die anderen Hecks und ein komplett beklebter Auflieger machen mit der Skyline-Collage von Sehenswürdigkeiten benachbarter Regionen und Metropolen und dem Slogan „Kreis Heinsberg — näher dran, als man denkt“ auf die allgemeine Lagegunst des Standortes zwischen den Ballungsgebieten aufmerksam.

„Das ist die Art, wie wir Marketing betreiben wollen: markant, zugleich aber auch überraschend und versehen mit einem Schuss Selbstironie. Das ist authentisch — und das zählt“, so Schirowski. In einem Gespräch mit Udo Winkens, dem Geschäftsführer der West Verkehr, sei die Idee geboren worden, auch einen West-Linienbus im Rahmen der WFG-Kampagne zu bekleben und damit die Botschaft zur regionalen Selbstbewusstseinsbildung in den Kreis zu tragen.

„Eine Kooperation der WFG mit der West Verkehr ist neu“, so Winkens, „denn bisher hatten unsere Gesellschaften eher wenig Berührungspunkte.“ Doch das müsse nicht so bleiben, insbesondere dann, wenn die WFG — wie geplant — demnächst auch für die Tourismusentwicklung im Kreis Heinsberg zuständig sein werde. Die beiden Geschäftsführer loten bereits konkrete Kooperationsmöglichkeiten aus.

Wie sie auf Nachfrage verrieten, werde beispielsweise einerseits daran gedacht, das Job-Ticket gemeinsam zu bewerben, andererseits gebe es die Überlegung, ein neues Gäste-Ticket für die Region zu entwickeln.

Der Gedanke einer verstärkten Kooperation begeistert auf jeden Fall den Landrat: „Der Kreis Heinsberg — das ist mehr als die Summe seiner zehn Städte und Gemeinden. Wir sind nur dann stark im Wettbewerb der Regionen, wenn alle relevanten Partner zusammenarbeiten. Wenn dabei solch gute Ideen entstehen, dann gehören sie — wie hier und heute — auf die Straße“, so Pusch.

(disch)