Hückelhoven: SPD-Ziel: CDU-Mehrheit im Rat brechen

Hückelhoven : SPD-Ziel: CDU-Mehrheit im Rat brechen

Erklärtes Wahlkampf-Ziel der Hückelhovener SPD ist es, die CDU-Mehrheit im Stadtrat „zu brechen”.

So war es zu hören aus dem Mund des Ortsvereinsvorsitzenden Heinz-Willi Schmitz bei der Mitgliederversammlung mit Wahl der Stadtratskandidaten im Saal Sodekamp-Dohmen. „Wir sind mit den Kandidaten recht spät dran, aber nicht zu spät.”

Schmitz ermahnte die Parteigenossen eindringlich, Geschlossenheit zu demonstrieren, denn nur so bestehe die Chance, nach den Kommunalwahlen im September wieder stärkste Ratsfraktion zu werden.

Geschlossenheit demonstrierten die 47 erschienenen Mitglieder zumindest durch ihre Stimmabgabe. Alle vom Vorstand vorgeschlagenen Bewerber für die 22 Wahlbezirke und ebenso die Kandidaten der Reserveliste wurden mit großer Mehrheit gewählt. Lediglich Anton Frings wollte im Vorfeld wissen: „Ist geprüft und sicher gestellt, dass alle Kandidaten ihren Beitrag bezahlt haben?”

Kriterien

Auf Nachfrage von Jutta Schwinkendorf, der stellvertretenden Bürgermeisterin, erläuterte Schmitz, nach welchen „Kriterien und Richtlinien” die Reserveliste erstellt worden ist: Die Plätze eins bis sieben entfielen sowohl auf den Fraktionsvorstand - den ersten Listenplatz besetzt Bürgermeisterkandidat Jörg Leseberg, den zweiten der Fraktionsvorsitzende Willi Spichartz - als auch auf drei Bewerberinnen, um die „Frauenquote” zu erfüllen. Es gehe vor allem darum, politische Kompetenz zu erhalten durch die Absicherung des Fraktionsvorstandes, betonte der Ortsvereinsvorsitzende.

Schmitz verweigerte sich der Annahme von einigen, die in ihrem „Pessimismus und ihrer Depression” wohl davon ausgingen, die Spitze des Ortsvereins befürchte einen weiteren Rückgang an Direktmandaten und bringe dies durch die Zusammenstellung der Reserveliste zum Ausdruck.

Franz-Josef Fürkötter, UB-Vorsitzender und Landratskandidat, gestand im Hinblick auf die Europawahl ein: „Ich glaube, man braucht kein großer Prophet zu sein, um zu sagen, die Gründe für uns, in große Freude auszubrechen, werden sich in Grenzen halten.” Dennoch rief er dazu auf, „offensiv, selbstbewusst und mit stolz auf sozialdemokratische Traditionen” aufzutreten.

Die Kandidaten

Die Direktkandidaten sind für den Wahlbezirk (WB) 1 Arnold Heinrichs (Baal), WB 2 Helmut Dantz (Baal), WB 3 Bernd Föckler (Baal), WB 4 Herbert Schmidt (Brachelen), WB 5 Stefan Brands (Brachelen), WB 6 Inge Adelmann-Frings (Doveren), WB 7 Hans Hentschel (Doveren), WB 8 Monika Rother (Hilfarth), WB 9 Joachim Peters (Hilfarth), WB 10 Uwe Kerlen (Hückelhoven), WB 11 Willi Spichartz (Hückelhoven), WB 12 Bernhard Spiertz (Hückelhoven), WB 13 Kurt Rother (Hückelhoven), WB 14 Volkmar Gillessen (Hückelhoven), WB 15 Anton Markmann (Kleingladbach), WB 16 Erwin Heymes (Millich), WB 17 Ali Genc (Ratheim), WB 18 Jörg Solmsdorf (Ratheim), WB 19 Ursula Krichel (Ratheim), WB 20 Peter Zander (Ratheim), WB 21 Peter Reiners (Ratheim), WB 22 Paul Ginnuttis (Schaufenberg). Platz 1 der SPD-Reserveliste besetzt Jörg Leseberg, es folgen auf Platz 2 Willi Spichartz, Platz 3 Monika Rother, Platz 4 Bernhard Spiertz, Platz 5 Ursula Krichel, Platz 6 Volkmar Gillessen, Platz 7 Inge Adelmann-Frings.