Kreis Heinsberg: SPD: Spinrath fordert Fürkötter zum Mandatsverzicht auf

Kreis Heinsberg : SPD: Spinrath fordert Fürkötter zum Mandatsverzicht auf

„Spinrath und Konsorten betreiben ein Abbruchunternehmen”, hatte der Übach-Palenberger Kommunalpolitiker und Kreistagsabgeordnete Franz-Josef Fürkötter im Zusammenhang mit seinem Austritt aus der SPD erklärt und beklagt, der Unterbezirksvorsitzende Norbert Spinrath „und Konsorten” hätten es geschafft, ihn, Fürkötter, als Fraktionsvorsitzenden im Kreis „zu entfernen”.

In einer Reaktion erklärte der Geilenkirchener Norbert Spinrath, der seit zwei Jahren an der Spitze der Sozialdemokraten im Kreis steht, am Montag auf Anfrage, er verstehe die Vorwürfe von Franz-Josef Fürkötter nicht. Die Personalentscheidungen seien die Ergebnisse eines demokratischen Willensbildungsprozesses gewesen.

„Mehrheiten entscheiden”

So habe bei der Wahl des UB-Vorsitzenden 2006 eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Delegierten für ihn, Spinrath, und gegen Fürkötter gestimmt. Auch bei der turnusmäßigen Wahl zum Fraktionsvorstand 2007 habe es eine deutliche Mehrheit für Heinz Hensen und gegen Franz-Josef Fürkötter als Vorsitzenden gegeben.

„Dann ist dem halt so. Die Statuten sehen vor, dass Funktionen auf Zeit vergeben werden und man sich dann der Wahl stellen muss. Es bleibt dabei, dass in der Demokratie Mehrheiten entscheiden”, sagte Spinrath. So seien es auch nicht einzelne und schon gar nicht „Konsorten” gewesen, die Franz-Josef Fürkötter abgewählt hätten, sondern in Satzung und Geschäftsordnung vorgesehene, gewählte Gremien.

Wenn Fürkötter von einem „Abbruchunternehmen” spreche, dann könne er das nicht verstehen, so Spinrath. „Wir setzen das um, was wir für eine gute Politik für den Kreis Heinsberg und für die Menschen im Kreis halten.” Wenn Fürkötter von einem „Abbruchunternehmen” rede, „dann sollte er sich vielleicht fragen, warum die Personalentscheidungen so gefallen sind”. Für Norbert Spinrath steht jedenfalls fest: „Franz-Josef Fürkötters Stil spricht für sich. Er versucht, allen anderen Schuld zuzuweisen, nur sich selbst nicht.”

Zudem habe es ein Menge Gesprächsangebote vom Unterbezirksvorstand und auch von ihm, Spinrath, an Fürkötter gegeben, Sie seien aber alle nicht angenommen worden.

Spinrath forderte Fürkötter, der bei der letzten Kommunalwahl über die Reserveliste der SPD in den Kreistag gelangt war, am Montag auf, sein Kreistagsmandat zurückzugeben. „Er ist lange genug in der Partei und in den Gremien aktiv gewesen, um zu wissen, dass es ein guter Brauch ist, in einem solchen Fall auch sein Mandat zurückzugeben.”