Kreis Düren: SPD fragt nach Rendite von 10 Mio. Euro

Kreis Düren : SPD fragt nach Rendite von 10 Mio. Euro

„Wahrscheinlich erhalten wir jetzt regelmäßig Wasserstandmeldungen aus dem Freizeitbad in Kreuzau”, vermutet Jens Bröker, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, nach Meldungen über gestiegene Besucherzahlen in den beiden letzten Monaten des vergangenen Jahres.

So erfreulich der Anstieg der Besucherzahl sei, so nüchtern müsse man feststellen, dass selbst mit diesen Zahlen nicht einmal die Hälfte der Besucherzahlen erreicht ist, die für eine Kostendeckung erforderlich sei. Das „traurige Defizit des Jahres 2007” werde trotz dieser Entwicklung mit roten Zahlen in den Büchern bleiben.

„Darüber hinaus ist die Frage einer Rendite der weit mehr als zehn Millionen Euro Kreisgeld, die die CDU-Kreistagsmehrheit unter Führung ihres Landrates Spelthahn ins Kreuzauer Bad geschüttet hat, noch völlig unbeantwortet”, kritisiert der Sozialdemokrat, der von nicht angemessener Euphorie des Landrates spricht.

Es erinnere beinahe schon an die Statistik sozialistischer Planwirtschaft, wenn jetzt von einem Plus von 46 Prozent die Rede sei. Statt kurzfristiger öffentlicher Gesundbetereien gehöre endlich das von der SPD geforderte Zukunftskonzept für das Freizeitbad Kreuzau auf den Tisch. „Wenn Spelthahn so weiter macht, dann ist die Entwicklung in Kreuzau kein Aufwind, sondern allenfalls ein laues Lüftchen”, befürchtet Bröker.

Die Reaktion des Landrates folgte auf dem Fuß: „Es gibt Menschen, denen kann man gar nichts recht machen. Es ist noch nicht allzu lange her, da spießte die SPD das für 2007 erwartete Defizit der Rurwelle kritisch auf.

Doch nun, da die Besucherzahlen steil nach oben gehen, ist es Jens Bröker auch nicht recht, wenn die Rurwelle diese erfreuliche Trendumkehr veröffentlicht” äußerte Wolfgang Spelthahn. Die Öffentlichkeit sei über das Defizit informiert worden, nun solle sie auch erfahren, „dass sich das Blatt mittlerweile zum Guten wendet”.

Des Landrats Fakten: Die Rurwelle hat im Dezember 12200 Besucher gezählt, 46 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und sogar mehr als in den Vergleichsmonaten der letzten zehn Jahre. Die Rurwelle hat ihr Preissystem überarbeitet und verstärkt ihre Öffentlichkeitsarbeit.

Während SPD-Fraktionschef Jens Bröker öffentlich nach Zukunfts-konzepten rufe, arbeiteten die Verantwortlichen daran, dass der Aufwind anhält und sich nicht zum lauen Lüftchen abschwäche. Spelthahn: „Während sie handeln, hadert die SPD - womit eigentlich?”