Kreis Heinsberg: SPD: Fast alle für Norbert Spinrath

Kreis Heinsberg : SPD: Fast alle für Norbert Spinrath

Als Norbert Spinrath aus Geilenkirchen im April beim SPD-Unterbezirksparteitag in der Stadthalle von Heinsberg als UB-Vorsitzender wiedergewählt worden war, da war dies mit einem „Dämpfer” verbunden. Damals erhielt er nur eine Zustimmung von 58,2 Prozent, obwohl es keinen Gegenkandidaten gab.

Am Freitagabend, als in der Gaststätte Werden-Pongs in Geilenkirchen-Immendorf der Bundestagskandidat der Sozialdemokraten nominiert wurde, triumphierte Spinrath.

In der geheimen Abstimmung erhielt der 51-Jährige von 53 abgegebenen Stimmen 50 Ja bei drei Nein. Dies entsprach einer Zustimmung von 94,3 Prozent.

Spinrath, der auch bei dieser Wahl ohne Gegenkandidat war, zeigte sich „überwältigt” vom Resultat, für das er dankte: „Das muss noch mehr Ansporn sein.” Es gelte, dafür zu kämpfen, dass der Kreis Heinsberg „demnächst mit einem SPD-Bundestagsabgeordneten in Berlin vertreten ist”.

Vom Unterbezirksvorstand und vom Ortsverein Geilenkirchen war Norbert Spinrath als erneuter Kandidat für die Bundestagswahl vorgeschlagen worden. Im Jahr 2005 hatte er diese Funktion bereits wahrgenommen und damals 37,3 Prozent der Erststimmen verbucht (allerdings waren die Grünen damals ohne Direktkandidat). Der Wahlkreis wurde seinerzeit abermals von Leo Dautzenberg (CDU) mit 51,4 Prozent der Erststimmen gewonnen.

Unter der Regie von Uwe Eggert aus Geilenkirchen wurden am Freitagabend in Immendorf die Formalitäten bei der Kreiswahl-Delegiertenkonferenz sorgfältig, aber rasch abgewickelt, ehe Spinrath auf die Bundespolitik blickte. In den zehn Jahren, in denen die SPD in Berlin nunmehr mitregiere, sei „verdammt viel erreicht” worden. An erster Stelle nannte er die deutliche Reduzierung der Arbeitslosenzahl auf unter drei Millionen.

Er selbst wolle vor allem das Thema „Soziale Gerechtigkeit” voranbringen - unter dem Motto: „Zusammen neue Chancen schaffen”. Es gehe darum, das Hamburger Grundsatzprogramm umzusetzen.

Spinrath erinnerte an den „spannenden Wahlkampf” und die „tolle Unterstützung” im Jahr 2005, als ein „wirklich gutes Ergebnis” erzielt worden sei. „Da ist was zu machen im Kreis Heinsberg”, sagte Spinrath. Die Menschen hätten begriffen, dass man nicht, weil man hier geboren sei, immer CDU wählen müsse.