Kreis Düren: „SPD-Aufsichtsräte sehen geschenktem Gaul ins Maul”

Kreis Düren : „SPD-Aufsichtsräte sehen geschenktem Gaul ins Maul”

Zum Artikel „SPD-Aufsichtsräte relativieren Kursgewinn der GWS” nehmen GWS-Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Spelthahn und Geschäftsführer Michael Müller Stellung:

„Als Aufsichtsräte der Gesellschaft für Wirtschafts- und Strukturförderung im Kreis Düren sollten sich Johann Josef Schmitz und Wolfgang Anhalt freuen, dass die GWS dank eines guten Timings bei einem Wechselkursgeschäft einen Gewinn von 3,1 Millionen Euro vereinnahmt hat.

Doch statt uns beiden zu gratulieren, fällt den beiden Herren nichts Besseres ein, als dem geschenkten Gaul ins Maul zu schauen. Natürlich muss man in der Finanzwelt einen Ausgleich zahlen, wenn man vorzeitig aus einem Vertrag aussteigt. Es ist das Verdienst der beiden Herren, das der Öffentlichkeit vorgerechnet zu haben.

Hätten wir den Kreditvertrag wie vorgesehen bis Ende Januar 2008 laufen lassen, wäre unser aufgelaufener Wechselkursgewinn aller Voraussicht nach bis auf 1,1 Millionen Euro abgeschmolzen. Wir haben zur richtigen Zeit das Richtige getan und der GWS damit eine weit größere Summe gesichert. Das scheint den Genossen nicht zu schmecken.

Statt der GWS zu nützen, versuchen die Herren Schmitz und Anhalt die GWS-Verantwortlichen als Zocker darzustellen. Dank des hartnäckigen Einsatzes ihrer SPD ist das komplexe GWS-Immobilien und -Wechselkursgeschäft in der Vergangenheit von der Bezirks- und der Landesregierung geprüft worden - ohne die geringste Beanstandung. Bei dem Fremdwährungsgeschäft haben auch die Finanzexperten der Sparkasse Düren und der Deutschen Kreditbank in Berlin ein sehr enges Risikomanagement ausgeübt.

Die beiden Herren monieren die Unsicherheit, die mit dem Währungsgeschäft verbunden war, sie wollen lieber auf der sicheren Seite sein. Das ist die GWS in den Jahren 2008 bis 2010 dank eines festen Zinssatzes und Eurowährung nun. Doch auch das schmeckt ihnen nicht.

So suggerieren sie der Öffentlichkeit einen gewaltigen Zinssprung zu Lasten der GWS. Wenn die GWS ihren auslaufenden Kreditvertrag im Januar 2008 neu abschließt nimmt sie künftig einen moderat erhöhten, dafür festen Zinssatz in Kauf und schließt damit im Gegenzug für drei Jahre jegliches Zins- und Wechselkursrisiko aus.

Es ist bedauerlich, dass manche Kommunalpolitiker nicht das Wohl der Menschen im Kreis zum Maßstab ihres Handelns machen.”