Heinsberg-Oberbruch: „Sozialkaufhaus” entsteht als Second-Hand-Laden

Heinsberg-Oberbruch : „Sozialkaufhaus” entsteht als Second-Hand-Laden

Sie wollen gegen die Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Armut kämpfen sowie Perspektiven schaffen, für diejenigen, die ohne Beschäftigung sind. Mit dieser Zielsetzung wurde vor gut einem Jahr der gemeinnützige Verein „Amos - Hilfe von Gott getragen - ein Projekt gegen Armut und Arbeitslosigkeit” ins Leben gerufen.

Viele Initiativen und Ideen wurden seitdem verwirklicht. „Wir haben festgestellt, dass Oberbruch in den letzten Jahrzehnten sehr gewachsen ist und sich am Rande des Ortes Viertel gebildet haben, wo viel Armut herrscht und Arbeitslose wohnen”, begründet Johannes Eschweiler die Idee, den Verein Amos, dessen Name sich auf den sozialkritischen Propheten im Alten Testament bezieht, zu gründen.

Man habe den „Nerv getroffen”, betont er weiter, denn die Initiative stieß sofort auf Unterstützung in den Vereinen und der Frauengemeinschaft. Auch von Seiten der katholischen Pfarrer sowie der evangelischen Kirche habe es eine große Akzeptanz gegeben. Und ab Anfang August soll auf der Hauptstraße in Oberbruch ein Sozialkaufhaus als Second-Hand-Laden zusammen mit der Pfarrcaritas eröffnet werden.

„Wir haben dafür zwei Stellen als Arbeitsgelegenheiten bei der Arge beantragt, die genehmigt wurden”, sagt Johannes Eschweiler und lobt in dem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Arge.

Mittlerweile zählt der Verein rund 60 Ehrenamtliche, angefangen von der jungen berufstätigen Frau oder Mutter bis hin zum Rentner, die sich überwiegend im Amos-Laden engagieren. Unter den Ehrenamtlichen befinden sich auch einige Bedürftige. „Dies zeigt, dass wir unter dem Gesichtspunkt der Integration viel leisten”, betont Eschweiler.

Bei dem Amos-Laden im Dechant-Sauer-Haus auf der Straße Am Birnbaum 16 in Oberbruch handelt es sich um eine Art Tafel, wo Lebensmittel an Bedürftige (montags, mittwochs und freitags von 15 bis 16.30 Uhr) ausgegeben werden.