Mit Modul-Systembauweise: So könnte die Janusz-Korczak-Schule aussehen

Mit Modul-Systembauweise : So könnte die Janusz-Korczak-Schule aussehen

Für die Janusz-Korczak-Schule, die Förderschule des Kreises Heinsberg mit dem Schwerpunkt Emotionale und soziale ­Entwicklung, soll auf einem kreiseigenen Grundstück in Heinsberg an der Siemensstraße ein neues Gebäude errichtet werden.

Dieser vom Kreistag Anfang Mai beschlossene Neubau nimmt — zumindest planerisch — schon ­Formen an: In einer gemeinsamen Sitzung von Schulausschuss und Bauausschuss am Mittwochabend im Kreishaus wurden die ersten Pläne von Thomas Gleichmann, dem Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft, vorgestellt.

Modul-Systembauweise

Mit Hilfe einer Modul-Systembauweise solle einerseits ein hoher Qualitätsanspruch, andererseits aber auch eine geringe Bauzeit gewährleistet werden, erfuhren die Mitglieder der Ausschüsse. Gerechnet wird mit einer Fertigstellung bereits zu Beginn des Schuljahres 2019/2020.

Geplant ist die Errichtung eines zweigeschossigen Schulgebäudes in L-Form mit einer Bruttogrundfläche von 1952 Quadratmetern und einem begrünten Flachdach sowie einer Aufzugsanlage für eine barrierefreie Erschließung.

Im Erdgeschoss sind drei Klassenräume mit Nebenräumen, eine Lehrküche mit Speisesaal, zwei Räume für die Schulsozialarbeit, ein Fachraum für Naturwissenschaft und Informatik mit angrenzendem Raum für die naturwissenschaftliche Sammlung, ein Werk- und Kunstraum mit angrenzendem Maschinenraum sowie weitere notwendige Nebenräume (wie Sanitärräume, Behinderten-WC oder Hausmeisterraum) vorgesehen.

Im Obergeschoss soll es fünf Klassenräume mit Nebenräumen (davon soll ein Klassenraum auch als Musikraum zu nutzen sein), einen Archivraum, einen Besprechungsraum, das Lehrerzimmer sowie drei Büros für die Schulleitung einschließlich Schulsekretariat sowie weitere Nebenräume (wie Sanitärräume, Behinderten WC oder Server- und Technikraum) geben.

4,2 Millionen Euro

Die Kostenschätzung des Amtes für Gebäudewirtschaft für diesen Bau beläuft sich auf 4,2 Millionen Euro. Finanziert werden soll der Bau über das Landesprogramm „Gute Schule 2020“. Hinzu kommen die Kosten für die Ersteinrichtung sowie die Kosten für den Neubau von Parkplätzen für die Kreis-Bediensteten.

Denn der Neubau in der Nähe der Kreisverwaltung entsteht auf dem jetzigen Bediensteten-Parkplatz. Für dort wegfallende Parkmöglichkeiten sollen auf einem angrenzenden Grundstück, das sich im Besitz des Kreises befindet, neue (und zwar sogar noch ein paar zusätzliche) Stellplätze geschaffen werden.

Zwischenlösung in Gangelt

Da die Stadt Geilenkirchen den aktuellen Mietvertrag für die Janusz-Korczak-Schule mit Wirkung zum 31. Juli 2018 gekündigt hatte, soll die notwendige Zwischenlösung am Standort der Mercator-Schule in Gangelt (im Gebäude der alten Realschule, ergänzt mit modernen Schulcontainern) zu Schuljahresbeginn 2018/19 realisiert werden.

Schulleiter Eike Krüger erklärte im Schulausschuss, die Schule sei vom Kreis sehr in die Planungen für den Neubau einbezogen worden. Sie sei zufrieden und freue sich auf das neue Gebäude. Dieses soll rund 100 Schülerinnen und Schülern Platz bieten. Aber auch eine Erweiterung wäre denkbar: Nach Angaben von Amtsleiter Thomas Gleichmann würde die Schaffung eines weiteren Ober­geschosses kein Problem darstellen.

(disch)