Hückelhoven: So einen Empfang gab es noch nie

Hückelhoven : So einen Empfang gab es noch nie

100 Grundschulkinder der Michael-Ende-Schule und der Gemeinschaftsgrundschule Im Weidengrund sorgten dafür, dass der Neujahrsempfang der Stadt Hückelhoven in diesem Jahr der kurzweiligste wurde, an den man sich erinnern kann.

Mit ihren erfrischenden musikalischen und tänzerischen Einlagen zum Thema „Eine kleine Reise durch die Schule” brachten sie Schwung in eine traditionell eher steife und von getragenen Reden geprägte Veranstaltung.

Sie brachten die geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, die Ehrenringträger und ehemaligen Bürgermeister oder Stadtdirektoren Hückelhovens und auch die Diamantenen- und Goldhochzeitspaare der Stadt in der voll besetzten Aula mit Melodien von Supertramp („Give a little bit”) und auch einem Rap („Sag mir, was ist gut,/Sag mir was ist böse,/ich muss es mit dir fühlen,/nur dann kann ich´s versteh´n”) zum Mitklatschen.

Und am Ende gab es so etwas wie Standing Ovations für die Kleinen, die bei diesem Empfang zum neuen Jahr die Größten waren: Die gut gepolstert sitzenden Erwachsenen trampelten mit den Füßen Applaus. So etwas hat es bei einem Neujahrsempfang bisher noch nicht gegeben.

Bürgermeister Bernd Jansen hatte „Schule” zum Thema seiner Neujahrsrede in diesem Jahr gemacht. Nicht ohne Grund, denn Hückelhoven investiert seit 1999 wie keine andere Stadt im Kreis Heinsberg in seine Bildungsanstalten: Bis zum Jahr 2013 hat der Rat in seinem Investitionsprogramm insgesamt 55 Millionen Euro für Neubauten neuer Schulen oder die Ergänzung, Erweiterung und Ausbau bestehender Schulen bereit gestellt. Und dies mit den Stimmen aller im Rat vertretenen Parteien.

„Vom Rohstoff Kohle zum Rohstoff Bildung, dem Rohstoff, der zwischen den Ohren wächst”, gab Jansen die Richtung vor, die man in Hückelhoven eingeschlagen hat. „Die harten Standortfaktoren”, sagte der Bürgermeister weiter, „haben viele Unternehmen bereits vom Standort Hückelhoven überzeugt. Um den Gesamteindruck von Hückelhoven noch weiter zu vervollständigen, müssen aber auch die weichen Standortfaktoren, die eine immer größere Rolle spielen, Berücksichtigung finden.” Dafür, so Jansen, biete die Stadt an der Rur den perfekten Rahmen und zudem ein angenehmes Ambiente.