Heinsberg: Skateranlage für kleine Räder nicht geeignet

Heinsberg : Skateranlage für kleine Räder nicht geeignet

Wenn der zwölfjährige Felix sich mit seinen Freunden an der Heinsberger Skateboardanlage neben der Realschule Im Klevchen trifft, ist Action angesagt. Gewagte Sprünge, flinke Drehungen - vorwärts und rückwärts beherrschen die Jungs ihr Sportgerät.

Ein eingefleischter Skateboardfahrer ist allerdings keiner von ihnen. Im Gegenteil: Felix und seine Freunde toben auf BMX-Rädern herum. „Die Anlage wird schon seit drei oder vier Jahren von den Skatern nicht mehr genutzt”, meint Oliver Kohnke. Das liege jedoch nicht daran, dass es etwa eine Fehde zwischen Skatern und BMX-Fahrern gebe, sondern vielmehr an dem „üblen Zustand” der Anlage, die mit den kleinen Rädchen der Skateboarder gar nicht mehr genutzt werden könne.

Ausgewaschener Beton in der Quarter, einer gerundeten Rampe, kleinere Löcher im Belag und wucherndes Grün vor allem in den Sommermonaten ließen mit der Zeit die Attraktivität der Anlage bei den Fans der rollenden Bretter schwinden, so Kohnke. „Es ist wohl niemand gefragt worden, der sich damit auskennt, als der Platz angelegt wurde”, mutmaßt der seit 18 Jahren aktive Skater, der gemeinsam mit der Stadt Hückelhoven den Skateboardcontest organisiert.

In Heinsberg sei eine solche Veranstaltung derzeit undenkbar. Allein schon die seitlichen Begrenzungsmauern an den Rampen stellten eine Gefahr für die Sportler dar. Eine Nachfrage bei Heinsbergs Bürgermeister Josef Offergeld ergab, dass sich für die Skateboardfans vielleicht schon bald ein Licht am Ende des Tunnels zeigen könnte.

Seit einem Jahr nämlich stünde er in stetigem Kontakt mit einer Gruppe Skater, und für das Jahr 2009 seien schon 33.000 Euro im Investitionsprogramm für die Skateboardanlage eingeplant. „In den zuständigen Gremien muss darüber aber noch beschlossen werden.”