Hückelhoven: Skateanlage zum Mekka aufgestiegen

Hückelhoven : Skateanlage zum Mekka aufgestiegen

Allein schon die Idee ist irgendwie verrückt, der Anblick ebenso, aber die Wirkung hat es in sich: Hoch über der Skate-Anlage Am Landabsatz schwebt ein ausgebreiteter Fallschirm.

Na ja, schweben tut der riesige Schattenspender nicht wirklich, sondern wird von einem Kran in Position gehalten. Fast wie eine Zirkuskuppel sieht das aus. Und unten drunter passieren tatsächlich Sensationen: „Kick flips” sind dort am laufenden Band zu sehen, „Power slides”, „Kick turns” und andere mutige Manöver aus der wunderbaren Welt des Skateboardens.

Anfreunden muss man sich allerdings mit der englischen Sprache als Kommunikationsbasis, doch wenigstens für die rund 65 jugendlichen Teilnehmer des Skate-Contests vom Jugendamt Hückelhoven und dem Heinsberger Skateshop Funbox stellte das Fachwörterwissen wohl kein Problem dar.

Darum ging es beim ersten Wettbewerb dieser Art auf der vor drei Jahren eröffneten Anlage eher nicht, vielmehr war sportlicher Einsatz gefragt. Auf die Geschwindigkeit, den Schwierigkeitsgrad und den „Style” kam es vor allem an, um von der Jury - bestehend aus Skatern - möglichst viele Punkte zu kassieren.

„So Leute, wir wollen jetzt mal langsam anfangen”, schallt die Stimme von Kommentator Uwe Wistuba durch die Lautsprecher. „Bitte den Platz räumen.” Bis diese Botschaft zu jedem durchgedrungen ist, dauert es noch einmal ein paar Minuten. Zu verlockend ist wohl die akrobatisch anmutende Fahrt hinweg über „Quarter Pipe”, „Bank”, „Pyramide” und andere Barrieren.

ann begrüßt der stellvertretende Bürgermeister Bernd Jansen die „Community”. Die Stadt habe sich eine Menge Arbeit mit dem Areal gemacht, erinnert er. Um es optimal den Bedürfnissen der Jugendlichen anzupassen, seien diese am Planungsprozess beteiligt worden. „Der Erfolg gibt uns Recht.” Wenn die Stadtkasse es zulasse, könne die Anlage noch erweitert werden, versprach Jansen. „Die Wünsche sind da.”

Augenscheinlich steht die Skateanlage bei ihren Nutzern hoch im Kurs. So nahmen selbst Sportler aus Mönchengladbach und Aachen am Contest teil. „Der Platz gibt unheimlich viel her”, betont auch Kommentator Wistuba und nennt als Grund dafür das Mitspracherecht der Skateboarder bei dessen Gestaltung.

Angesichts dieser positiven Bewertung verwundert folgender T-Shirt-Aufdruck nicht wirklich: „I love Hückelhoven”. Das Catering übernahmen die offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen der Stadt. Als Sponsoren konnten die Veranstalter verschiedene ortsansässige Firmen und die Werbegemeinschaft Hückelhoven gewinnen.