Wassenberg: Sich wandelnde Natur als Bild

Wassenberg : Sich wandelnde Natur als Bild

Die lebhafte Wassenberger Kunstszene wirkt immer wieder ansteckend und ermunternd auf Hobby-Künstler, die bisher nur zögernd oder gar nicht an die Öffentlichkeit getreten sind.

Besonders das Johanniterstift leistet dabei oft wichtige Starthilfen, die im gegenseitigen Wechsel auch die heilpädagogischen Bemühungen um häufig vereinsamte Menschen fördern.

Die Ausstellung der jungen Mönchengladbacherin Sabine Dorothea Stephanie Goetz ist eine Premiere, denn die Hobby-Malerin wagte sich hier zum ersten Male an die Öffentlichkeit.

Schützenhilfe gab ihr dabei der Gitarren-Kreis der Musikschule Mönchengladbach unter Leitung von Norbert Hansen-Falkes.

Die ideale Verbindung von Malerei und Musik erwies sich auch hier als stimulierendes Elixier, das durch die sorgsame Begleitung durch Birgit Vasters vom Sozialen Dienst der Johanniter noch eindringlicher wirkte.

Die 41-jährige Mönchengladbacher Künstlerin ging bisher einen nicht alltäglichen Berufsweg: Von der Bundesbahnbeamtin auf Lebenszeit zur Übersetzerin für Französisch und Leiterin der Abteilung Lingua Sprachdienste als „Broterwerb” zum stillen Kämmerlein eines feinfühligen Schaffens.

Die Zauberwelt der Blüten, Pflanzen und Landschaften ist ihr Reich. Ob gegenständlich oder abstrakt: Sabine Goetz dringt in die jeweilige Phase eines „Blütenlebens” mit seinen bewegten und schließlich ruhenden Phasen ein.

Ihre Vorstellungswelt ist ein Abbild der Natur, die sich immer wieder verwandelt und damit dem menschlichen Leben vergleichbar ist. Gerade in dieser herbstlichen Phase ist diese Bilderwelt am eindringlichsten zu erfahren.

Eine große Zahl von Freunden aus dem Gladbacher Raum besuchte bereits die Ausstellung im Johanniterstift und damit in der „Kunstszene Wassenberg”. Sie ist noch einige Wochen zu besichtigen.