Senioren sinnierten im Erzählcafé

Senioren sinnierten im Erzählcafé

Erkelenz (an-o) - Zum ersten Mal im neuen Jahr hatte die Senioren-Initiative Erkelenz (S.I.E.) zum Erzählcafé eingeladen. Im März vor drei Jahren fand die erste der inzwischen 30 Begegnungen statt, die immer wieder mit vergnüglichen aber auch nachdenklichen Themen aufwarteten.

Dieses Mal hieß es: "Wann ist Weihnachten vorbei? Wie fühlen und erleben wir das Fest?" Diese zunächst vielleicht etwas naiv anmutende Frage brachte aber in den Gesprächen unter der Moderation von Lutz Dittmar aus Lövenich eine Vielzahl der unterschiedlichsten Meinungen und Bräuche vom letzten Adventssonntag bis in den Februar hinein.

Während früher zum Beispiel in vielen Familien in den nicht geheizten Wohnzimmern, den "Guten Stuben", der Weihnachtsbaum bis zum Fest Maria Lichtmess am 2. Februar verblieb, wird er heute sofort abgeschmückt, wenn die Nadeln zu rieseln beginnen. In Norddeutschland blieb der Baum solange stehen, bis der Vater von See zurückkam, das konnte auch Ostern werden. Natürlich spielten die Krippen eine wichtige Rolle. Das Christuskind kam oft nach der Mette in die Krippe, und die heiligen drei Könige wurden erst am 6. Januar zugefügt.

Hexen und Bleigießen

Aber auch über andere, aus der heidnischen Zeit überlieferte Sitten wurde berichtet. So sollte man in den Tagen zwischen den zwölf rauen Nächten keine Wäsche waschen und zum Trocknen aufhängen. Das bringt in vielen Landschaften Deutschlands Unglück. Sehr weltliche Bräuche wie Fröschen und Hexen, Bleigießen und sogar die besonderen Essgewohnten in dieser Zeit kamen zur Sprache. Einig waren sich aber die Anwesenden, dass normalerweise die Weihnachtszeit am 2. Februar beendet ist und in die Vorfasten- und Karnevalszeit übergeht.