Erkelenz: Selbsthilfe als ein Grundsatz des Handelns

Erkelenz : Selbsthilfe als ein Grundsatz des Handelns

Werner Schenk, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Bauvereins Erkelenz, stand zwangsläufig im Mittelpunkt einer Versammlung, zu der der Bauverein in die Leonhardskapelle eingeladen hatte.

Wegen Erreichen der Altersgrenze musste Schenk aus rechtlichen Gründen sein Amt niederlegen. Der Vorstandsvorsitzende Roland Hager würdigte das 16-jährige Mitwirken von Schenk im Bauverein und meinte in sehr persönlichen Worten: „Du scheidest aus in einem Moment, in dem der Bauverein einer ungefährdeten Zukunft entgegensehen kann. Du selbst hast durch dein Mitwirken dafür gesorgt.” Nachfolger von Schenk wird zum 1. November Klaus Reimann, Stadtverwaltungsrat i.R., aus Erkelenz.

Lobende Worte für das ausgeschiedene Vorstandsmitglied fand auch der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus-Dieter Köthe. Er dankte Schenk für die intensive und engagierte Zusammenarbeit.

Silberne Ehrennadel

Äußeres Zeichen der Hochschätzung, die Schenk genießt, ist die Würdigung durch den Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfallen. Sein Repräsentant Dr. Gerhard Jeschke heftete Schenk „in Anerkennung hervorragender Dienste für die Wohnungsbaugenossenschaft” die silberne Ehrennadel des Verbands ans Revers.

Er verband seine Laudatio mit einer generellen Würdigung der Leistung, die der Bauverein Erkelenz erbringt. Schenk stünde als Beispiel für diejenigen, die das für die Genossenschaften charakteristische Ehrenamt mit Leben erfüllten. Er habe getreu den genossenschaftlichen Grundsätzen der Selbsthilfe und Selbstverwaltung angepackt.

Der Bauverein Erkelenz, in dem Schenk tatkräftiges Mitglied ist, biete in rund 240 eigenen Wohnungen Menschen in Erkelenz qualitativ hochwertiges, bezahlbares und vor allen zukunftssicheres Wohnen und Leben, so Jeschke. Und dies geschehe, ohne dass das Renditestreben an vorderstes Stelle steht, wie Hager zuvor betont hatte.

Nach dem Dank von Schenk stellte Hager das größte Projekt vor, das der Bauverein in der letzten Zeit zu bewältigen hatte: die in 13 Monaten absolvierte Sanierung der Wohnanlage am Hoogenhof. Insgesamt sind 1,5 Millionen Euro investiert worden.

Eine moderate Mietanpassung sei dadurch zwar erforderlich geworden, zugleich könnten die Bewohner der 43 Wohnungen aber von Energieeinsparungen profitieren, die bis zu 50 Prozent der bisherigen Kosten betragen könnten.

Mit der Sanierung am Hoogenhof liege der Bauverein im Trend der Wohnungswirtschaft: „Die Sanierung hat Vorrang vor Neubau, die Bestandssicherung mit Energieeinsparung und Barrierereduzierung sind Schwerpunkte des Handels.”