Heinsberg-Kempen: Selbst Bäume in Kempen zu Fuß

Heinsberg-Kempen : Selbst Bäume in Kempen zu Fuß

Zwischen Pfarrkirche und Mariensäule herrschte bereits buntes Karnevalstreiben, lange bevor der Kempener Rosenmontagszug das Ortszentrum erreichte.

Viele kostümierte Gruppen sorgten für Stimmung und vertrieben die Zeit bis zum Eintreffen.

Von Karken „Alaaf” auf Kempen „Helau” hatte Josef van Crüchten von Tulpensonntag bis Rosenmontag seinen Handwagen umgebaut, um mit Erich Reiners nun auch beim Kempener Zug als „Opa on Oma” vorneweg zu marschieren und zu verkünden „Dr Zuch kömmt”.

Der „Heinsberger Zauberwald” eröffnete den Reigen der großen Wagen, während Bäume und Sträucher ihm als Fußgruppe hinterher marschierten.

Mit „Kamelle” und Seifenblasen, die im Sonnenschein glitzerten, beschenkten die Aphovener Griechen das Kempener Narrenfolk. Der Sprung über die Rur war den Ophovener Waldfeen gelungen, die den Besen schwingend über die Kempener Straßen tanzten.

In farbenfrohe Narren hatte sich das Ophovener Trommler- und Pfeiferkorps verwandelt, das sich alle Mühe gab, gegen die mächtig dröhnenden Musikanlagen auf den Karnevalswagen anzuspielen.

Der König und sein Narrenvolk waren aus Haaren nach Kempen geeilt, um sich hier bestens gelaunt erneut in den närrischen Lindwurm einzureihen.

Reichlich neues Wurfmaterial geladen hatte auch das Haarener Kinderprinzenpaar, Prinz Yannik I. und Prinzessin Lena II..

„Die Jecken von der Rur bilden nur heimische Lehrlinge aus und die bauen ein mobiles Bad für heiße Leute”, verkündete eine weitere Kempener Karnevalsgruppe mit Bezug auf das Kempener Prinzenpaar.

Mit leckeren Keksen warfen die „Prinzenrollen” um sich, die ebenfalls einen Blickfang darstellten. Sie waren zugleich die Vorhut für Kinderprinz Sascha I., der mit n Adjutanten und Hofstaat alle Hände voll zu tun hatte, die Kamelle unters Volk zu bringen.

Die Hochbrücker Karnevalisten hatten sich in Kannibalen verwandelt, die süße Mohrenköpfe und andere Leckereien verteilten. Eine Anspielung auf das Hobby von Prinz Norbert und Prinzessin Birgit waren zweifelsfrei der Wagen und die Fußgruppe „Apres Ski”.

Elferratswagen und das Prinzenpaar in einer Kutsche, von weißen Pferden gezogen, bildeten den Höhepunkt und Abschluss des Kempener Zuges.