Kreis Heinsberg: Seidl sieht besondere Chance für den Kreis

Kreis Heinsberg : Seidl sieht besondere Chance für den Kreis

In der Diskussion über einen möglichen Fachhochschulstandort im Kreis Heinsberg meldete sich am Donnerstag die Grüne Abgeordnete Dr. Ruth Seidl aus Wassenberg, hochschulpolitische Sprecherin ihrer Fraktion im Landtag, zu Wort:

„Bei der aktuellen Debatte über die Schaffung neuer Studienplätze und Hochschulstandorte sollte vor allem der akute Fachkräftemangel bei der konkreten Ausgestaltung von Angeboten eine Rolle spielen.”

Bei ihren Gesprächen im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens der Landesregierung über neue Fachhochschulstandorte habe sie deshalb bei den Hochschulleitungen in Aachen und am Niederrhein massiv für den Ausbau von dualen Studienplätzen geworben, so Seidl. „Bei diesen Angeboten gibt es in der Regel zwei Lernorte - den Betrieb und die Fachhochschule.

Die Studiengänge zeichnen sich gegenüber der klassischen Fachhochschulausbildung durch umfangreichere Praxisanteile aus. Studierende können so gezielt in einem Betrieb auf ein klar beschriebenes Berufsbild geschult werden. Am Ende dieser Phase steht sowohl eine abgeschlossene betriebliche Ausbildung als auch ein abgeschlossenes Hochschulstudium.”

Für den Kreis Heinsberg bedeuten diese Studiengänge nach Auffassung der Grünen Politikerin eine besondere Chance, „wenn es gelingt, Ausbildungsplätze für den praktischen Teil des Studiums bei Betrieben in unserem Kreis zu schaffen”.

Die Leitungen der Fachhochschulen Aachen und Niederrhein hätten dafür Kooperationsbereitschaft signalisiert, erklärte Seidl. Nun müssten sich die relevanten Akteure aus Politik, Verwaltung und vor allem den Wirtschaftsunternehmen zu einer konzeptionellen Planung an einen Tisch setzen, um ihren möglichen Beitrag für ein solches Studienangebot zu konkretisieren.