Kreis Heinsberg: „Segelsport ist Teamarbeit“, betont der Vorsitzende

Kreis Heinsberg : „Segelsport ist Teamarbeit“, betont der Vorsitzende

Der Segelclub Wassenberg-Roermond (SWR) war abermals ein guter Gastgeber für die Kreismeisterschaft im Segeln. Zwar gab es am ersten Tag eine leichte Flaute, dafür herrschte am nächsten Tag gutes Segelwetter. Somit waren interessante Wettfahrten auf dem Effelder Waldsee zu sehen.

Bei einer Regatta treten Jollen oder Yachten unterschiedlicher Bauform gegeneinander an. Jeder Bootsklasse wird dabei eine empirisch ermittelte Yardstickzahl zugeordnet, welche die Leistungsfähigkeit des Boots widerspiegelt. Bei den Wettfahrten wird für alle Teilnehmer die gesegelte Zeit gemessen. Und dann kommt der Rechenschieber zum Einsatz, die Zeit mit der Yardstickzahl nach einer bestimmten Formel umgerechnet.

Nach den Titelkämpfen herrschte Freude: Die Jugend hatte bei der Siegerehrung ihren Spaß.
Nach den Titelkämpfen herrschte Freude: Die Jugend hatte bei der Siegerehrung ihren Spaß. Foto: agsb

Zur Freude des Segelclubs Wassenberg-Roermond lockte das schöne Wetter viele Besucher an. Für die Segelfreunde ist Wind natürlich optimal, und dieser erfreut auch die Zuschauer, denn so können sehenswerte Wettfahrten ausgetragen werden. Sie dauern rund eineinhalb bis zwei Stunden.

Am Abend des ersten Tages gab es eine Bootstaufe. Der SWR pflegte zudem mit den Freunden des Brachelener Bootsclubs (BBC) seine enge Freundschaft. Somit hatte die Veranstaltung einen hervorragenden Start. Es folgte ein guter Segeltag. Das Wetter spielte mit, Wind kam zur Freude aller auf, die Segler waren voller Tatendrang.

Vereinsleben ist intakt

Denn bald ist es mit Regatten in diesem Jahr auf dem Effelder Waldsee vorbei. Die Natur hat dann ­Vorrang, denn die Wildgänse kommen und stoppen teilweise die ­Aktivitäten der Wassersportfreunde. Wobei die Saison noch lange nicht zu Ende ist, denn der Segelsport wird im Verein weiter gelebt: Arbeit gibt es immer wieder.

Wenn die Segler mit ihren Booten nicht ins Wasser können, sind Arbeiten rund um das schicke Bootshaus am Waldsee sowie Uferpflege angesagt. So stehen nun Arbeitswochenenden auf dem Plan, auch dies gehört mit zu einem intakten Vereinsleben — und beim SWR ist dies mehr als intakt. Ende Oktober müssen dann alle Boote aus dem Wasser sein.

Nachwuchsarbeit zahlt sich aus

Vorsitzender Manfred Peggen freute über den großen jugendlichen Elan, eine gezielte Nachwuchsarbeit in den letzten Jahren zahle sich nunmehr aus. Die Jugend hat viele gemeinsame Aktivitäten in ihrem Terminkalender.

„Segelsport ist Teamarbeit“, blickte der Vorsitzende auf die Situation, als die Boote aus dem Wasser gezogen wurden. Da packte der Nachwuchs ebenso an wie die Senioren. Gemeinsam war es dann ein Kinderspiel.

Zum Glück gab es bei diesen Titelkämpfen keine Unfälle und keinen Mastbruch, es war eine gelungene Veranstaltung — eine Werbung für den Segelsport.

Dies wurde dann auch bei der Siegerehrung deutlich. Es hatte den Anschein, als wäre da eine große Familie bei einem Ausflug vereint.

Bei der Siegerehrung stand die Jugend im Mittelpunkt, wobei auch die Erwachsenen sich über jede gute Platzierung freuten.

Im Einmann-Boot siegte Udo Peltzer vor René Daniels (beide SWR), Dritter wurde Michael Melzner (BBC). In der Opti-Class war ­Jakob Sonntag erfolgreich vor David Bezjak und Finn Erben (alle SWR). In der Klasse der Yardstickzahl über 110 gewannen Ingo Petz / Hans Josef Nöfer (BBC) vor Lennart Daniels / Philip Sonntag und Norbert Drießen / Klaus Schupritt (alle SWR). Im vom SWR geprägten Wettbewerb der Yardstickzahl bis 110 holten sich Udo Gesche/Günter Gesche den Sieg vor Arne Pelzer / Erich Gesche, Platz drei ging an Fabian Winkens / Julian Winkens / Isabell Winkens.

(agsb)