Heinsberg: Seelsorger bitten um Pakete für 300 Häftlinge

Heinsberg : Seelsorger bitten um Pakete für 300 Häftlinge

Die katholischen und evangelischen Seelsorger in der Justizvollzugsanstalt Heinsberg bitten auch in diesem Jahr um Unterstützung für ihre traditionsreiche Weihnachtspäckchen-Aktion. Sie rufen damit alle Christen in der Region auf, für die Gefangenen in der JVA zu spenden, die ansonsten nichts zu Weihnachten bekommen würden.

Jeder der derzeit mehr als 300 Gefangenen erhalte eine Paketmarke, mit der ihm privat ein Paket zu Weihnachten geschickt werden könne, erklärt der evangelische Pfarrer Norbert Tillmannshöfer. Mehr als zehn Prozent würden diese Marke aber direkt bei den Seelsorgern abgeben, weil sie sonst kein Päckchen bekommen würden. Und die Tendenz sei steigend.

Da freut er sich natürlich besonders über das Engagement einer 70-jährigen Rentnerin aus Wegberg. Sie habe bei einem Metzger Dauerwürste für alle Gefangenen der JVA bestellt, die er in der kommenden Woche abholen könne und die dann zu Weihnachten übergeben werden sollen.

Wer sich an der Weihnachtsaktion beteiligen möchte, sollte sein Päckchen bis spätestens 20. Dezember im zuständigen Pfarrbüro abgeben, von wo es an die JVA weitergeleitet wird. Enthalten sein dürfen: löslicher Kaffee, Tabak, Dauerwurst, Käse und Süßigkeiten. Ausgenommen sind alkoholhaltige Lebensmittel und Drogerieartikel.

Auch Geldspenden sind willkommen, auf dem Spendenkonto 2303639015 bei der Raiffeisenbank Heinsberg (BLZ 37069412).