Wegberg-Rath-Anhoven: Schwungvoller Start mit dem „Sängergruß”

Wegberg-Rath-Anhoven : Schwungvoller Start mit dem „Sängergruß”

Da hatten sich die Männer des Männergesangvereins Rather Dorfspatzen um ihren Vorsitzenden Gerhard Brunen ein besonderes Schmankerl zum 25-jährigen Bestehen ausgedacht.

Gemeinsam mit dem Polizeichor Mönchengladbach gestalteten sie in der voll besetzten Mehrzweckhalle ein Festkonzert, das keine Wünsche übrig ließ.

Mit den Polizeisängern hatten die Dorfspatzen einen guten Griff getan. Meisterlich - denn soeben hatten die Ordnungshüter die höchste Hürde beim Leistungssingen wieder erklommen und waren Meisterchor geworden - unterstützten die 39 stimmgewaltigen Männer unter dem Dirigat des Musikdirektors Theo Dahmen die 27 Gastgeber um Helmut Misjaiski, der seit langem den Chor leitet.

Erfreulich war die Tatsache, dass wieder einmal zu Beginn eines Konzertes ein „Sängergruß” erscholl, eine Tradition deutscher Männerchöre, die bei etlichen Vereinen verloren gegangen ist.

Das Programm des Abends beinhaltete ein buntes Kaleidoskop, Werke unterschiedlicher Schwierigkeit und Genres, auch Altbekanntes und Beliebtes bei Chören und Zuhörerschaft. Das Motto „Singen ist im Chor am schönsten” in einer Fassung von Michael Schmoll gab den roten Faden des Abends vor. Werner Bochmanns „Mit Musik geht alles besser”, ebenfalls gemeinsam vorgetragen, führte dann in die Vielfalt der Vorträge.

Immer beliebter bei Chören werden die alten Gassenhauer der 20er Jahre. „Veronika, der Lenz ist da” vom unvergessenen Komponisten Walter Jurmann, 1903 in Wien geboren, mit dem Texter Fritz Rotter und den Comedian Harmonists überaus erfolgreich, gehörte dazu und dann die fantastischen Abenteuer des Don Quijote in der Version von Walter Schneider, bei der ein Polizeisänger als markiger Herold gekleidet zwischendurch den Fortgang der Handlung bekannt gab.

Die Spatzen glänzten mit der Titelmelodie aus „Exodus”, dem spanischen Flamenco „Espagnola” von Otto Groll und brachten von Reinhard Mey „Über den Wolken”.

Der Polizeichor bekam viel Beifall für das Volksliederpotpourri „Horch, was swingt von draußen rein”, mit synkopischen Teilen in moderner Fassung von Herbert Grunewald, Werken von Quirin Rische, Kurt Lissmann und besonders dem „Halleluja”, komponiert von Kobi Oshrat, das den ersten Platz beim Eurovisionscontest 1979 für Israel errang.

Zusammen beschlossen beide Chöre das Konzert mit Franz Schuberts „Im Abendrot”, dem „Conquest of Paradise (Vangelis) und dem Fliegermarsch aus der Operette „Der fliegende Rittmeister” des österreichischen Komponisten Hermann Dostal.

Ohne Zugaben ließen die begeisterten Zuhörer die Sänger nicht aus dem Saal. Viel und lang anhaltender Beifall belohnte die Sänger.

Durch den Abend führte Lothar Jansen, der in seinen Moderationen manches Wissenswerte von den dargebotenen Komponisten und Werken vermittelte.

Es war ein langer Abend, der keine Minute langweilig war und mit der gemeinsamen Zugabe „Wenn der Tag zu Ende geht - und ich denk an Dich” besinnlich ausklang.