Erkelenz: Schwierige Rückkehr zu den Wurzeln

Erkelenz : Schwierige Rückkehr zu den Wurzeln

Der Zeitplan ist gänzlich durcheinander geraten, ohne dass das Wetter dafür verantwortlich gemacht werden kann. Jetzt ist ein neuer Startpunkt genannt worden: In drei bis vier Wochen soll es endgültig losgehen mit dem Bau eines Wohnhauses mit behindertengerechten Wohnungen an der Schülergasse, nachdem ein neues statisches Konzept erarbeitet worden ist.

Ende Januar herrschte trotz Winter eitel Sonnenschein bei der Lebenshilfe für Behinderte im Kreis Heinsberg. Mitten in Erkelenz gab es an der Schülergasse den ersten Spatenstich für ein Wohnhaus, im den neuen behindertengerechte Wohnungen entstehen sollten. Die Bewohner werden von der Lebenshilfe betreut. Die Bauplatz ist geschichtsträchtig, stand hier doch das Hotel zum Schwan, in dem die Lebenshilfe am 29. Januar 1966 gegründet worden war. „Wir kehren mit diesem Haus zu unseren Wurzeln in Erkelenz zurück”, freute sich damals auch Jürgen Bock, Leiter Ambulante Dienste der Lebenshilfe.

Bis zum Herbst wollten die Investoren und der Architekt fertig werden, „wenn das Wetter mitspielt.” Bock war damals schon vorsichtiger. Er würde sich freuen, so sagte er damals, wenn die Bewohner ihr Weihnachtsfest an der Schülergasse feiern könnte. Dazu wird es wohl nicht kommen.

Zunächst soll es nachbarschaftsrechtliche Probleme gegeben haben, die einen Baubeginn verzögerten. Er war dann für Anfang Mai vorgesehen. Doch es tat sich nichts. Es wird wohl August: „Ich bin fest davon überzeugt, dass es dann tatsächlich an der Schülergasse losgehen wird”, gibt sich Bock zuversichtlich.

Der Neubau für das betreute Wohnen in Erkelenz ist inzwischen „überholt” worden von zwei anderen Projekten, die für von der Lebenshilfe betreute Menschen in Wegberg und in Baal entstehen. Das Gebäude in Wegberg soll am 1. Oktober fertig sein, das haus in Baal Ende des Jahres. Wenn der Bau an der Schülergasse in Gang gebracht worden ist, hat die Lebenshilfe wieder Fuß gefasst in Erkelenz.

Damit nicht genug. Sie startet gleich durch und hat schon ein zweites Haus für betreutes Wohnen im Blick. Wie im Rathaus zu erfahren war, gibt es einen Bauantrag für ein Grundstück an der Ecke Wilhelmstraße/Südpromenade. Dort könnte es eventuell im August losgehen.

In der Planung ist ein Haus, in dem 30 Personen betreut wohnen können. Bock wollte sich zu diesem Plänen noch nicht äußern. Das soll zu einem späteren Zeitpunkt im Einvernehmen mit dem Architekten und dem Investor geschehen.