Kreis Düren: Schweinegrippe: Zahl schwerer Verläufe steigt

Kreis Düren : Schweinegrippe: Zahl schwerer Verläufe steigt

Nachdem im Sommer überwiegend aus dem Ausland importierte Fälle an Neuer Influenza („Schweinegrippe”) auftraten, erhöhte sich seit Ende der Schulferien der Anteil der in Deutschland erworbenen Infektionen stetig.

Die Krankheitsverläufe waren bislang überwiegend mild, aber inzwischen gibt es auch hierzulande schwere Verläufe und Todesfälle, bundesweit mittlerweile 46. Deshalb rät das Gesundheitsamt vor allem Risikopersonen dringend, sich impfen zu lassen.

Risikopersonen sind Kinder bis 4 Jahre, Schwangere, Menschen mit chronischer Vorerkrankung wie etwa Atemwegs-, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und anderen Stoffwechselkrankheiten, neurologischen und neuromuskulären Grundkrankheiten, Immunschwäche und Fettleibigkeit.

Es kann auch wichtig sein, dass sich Personen im Umfeld von Risikopersonen impfen lassen, wenn bei diesen ein Impfhindernis besteht, zum Beispiel Eltern und Geschwister von Säuglingen unter sechs Monaten, die noch nicht geimpft werden dürfen.

„Die Sicherheit des Impfstoffes mit Wirkstoffverstärkern ist durch ausreichende Prüfungen gewährleistet”, betont Dr. Marianne Hoff-Gehlen, Leiterin des Kreis-Gesundheitsamtes, „Nebenwirkungen wie etwa eine fieberhafte Reaktion, Schmerzen an der Injektionsstelle oder Abgeschlagenheit sind in der Regel nach zwei Tagen verschwunden und stehen insbesondere für Risikopersonen in keinem Verhältnis zu der möglichen Schwere der Erkrankung”.

Oft werde gefragt, warum für Schwangere ein Impfstoff ohne Wirkstoffverstärker empfohlen wird. „Der Grund dafür ist, dass gezielte Studien zur Sicherheit der Impfung bei Schwangeren fehlen. Schäden sind aber nicht bekannt. Daher sollte bei Schwangeren mit zusätzlichen Risiken eine Impfung mit dem derzeit vorhandenen Impfstoff im Einzelfall erwogen werden”, rät Dr. Gabriele Heuser vom Kreis-Gesundheitsamt.