Wegberg: Schwalmbühne feiert eine doppelte Premiere

Wegberg : Schwalmbühne feiert eine doppelte Premiere

„Im Bürgermeisterhaus ist was los...”. Und wie da was los war, bei dem Lustspiel in drei Akten von Bernd Gombold "Das Loch in der Wand", das die Akteure des Theatervereins Schwalmbühne Harbeck eigens auf die Wegberger ein wenig umgeschrieben hatten und im ausverkauften Forum zum Besten gaben.

Die Aufführung sollte im wahrsten Sinne des Wortes eine zweifache Premiere sein. So war dies die erste Vorstellung in diesem Jahr und zugleich auch die erste Vorstellung der Schwalmbühne Harbeck im Forum.

Dass die Zuschauer zu recht bereits im Vorfeld um die Karten beinahe schon „gerangelt” hatten, war bei der Spielfreude und der Professionalität, die die Schauspieler der Schwalmbühne an den Tag legten kein Wunder. So war das Stück bereits restlos ausverkauft, bevor überhaupt ein Plakat in Druck gegangen war. Auch die Zusatzaufführung war schnell ausverkauft.

Die, die glücklicherweise in den Besitz einer dieser heiß begehrten Karten gelangt waren, kamen in den Genuss eines rasanten Lustspiels. Da blieb vor lauter Lachsalven, die die herrlichen Dialoge der erfrischend lebendigen Akteure hervorriefen, kein Auge trocken in der ausverkauften Halle.

Egal ob es nun darum ging, dass die Tochter des Bürgermeisters, Brigitte Nägele (Ramona Honisch) weinend verkündete, sie würde lieber ins Kloster gehen, als den vom Vater, Josef Nägele (Uwe Stevens) ausgesuchten Mann zu ehelichen und daraufhin gefragt wurde, ob sie glaube im Wegberger Kloster, „´nen Besseren” zu finden.

Oder ob ihr Vater versuchte, gemeinsam mit seinen befreundeten Gemeinderäten, Nöllkes (Uwe Deussen) und Gustav (Wolfgang Schwan) dem Bauern und „Querkopf” Friedel (Joseph Bertrams) mit windigen Tricks das Grundstück abzuluchsen. Dies waren nur einige wenige der Szenen, die nur so gespickt waren mit amüsanten Gags.

Allem humorvollen Treiben setzten der Großvater Sebastian Nägele (Karl-Heinz Bonitz) und Katharina (Irene Negwer, die auch die Regie inne hatte) die Krone auf. Ob der Bürgermeister letztlich das Grundstück erlangen sollte, um es an den Großindustriellen Willibald von Reichenbach zu Wildenstein (Antonius Röttinger) verkaufen und somit Bürgermeister bleiben zu können, ist die spannende Frage.

Fazit: Es war ein richtig schönes Lustspiel, zu dem die „Profis” ihr Publikum eingeladen hatten. Stilecht und detailverliebt wurde das Stück mit einer fabelhaften Kulisse inszeniert. Doch vor allem die Spielfreude der Schauspieler begeisterte die Zuschauer. Dem Publikum bot sich ein absolut eingespieltes Team. Nicht enden wollender Beifall war der Lohn für diese Darbietung.