Schüler zeigen Solidarität mit Opfern der Flut

Schüler zeigen Solidarität mit Opfern der Flut

Kreis Heinsberg. „Mit jedem Euro, den wir spenden, schenken wir Gesundheit und Hoffnung!” So bitten die Initiatoren der Hilfsaktion „Schüler zeigen Solidarität!” an allen 42 weiterführenden Schulen im Kreis Heinsberg um Spenden und tatkräftige Unterstützung für die Flutopfer.

Claudia Heinrichs (19), Joana und Lisa Zehetner (beide 17) und Patrick Kremers (18) beschlossen unmittelbar nach den ersten Schreckensmeldungen, an ihren Schulen eine Sammelaktion zu Gunsten der Opfer zu starten.

Claudia Heinrichs fand für diese Idee sofort Zustimmung bei zahlreichen Mitschülerinnen aus dem Kreisgymnasium Heinsberg und bei Schulleiterin Annegret Krehwald.

So ging es auch Joana und Lisa Zehetner und Patrick Kremers, die die Betty-Reis-Gesamtschule in Wassenberg besuchen und zahlreiche andere Schülerinnen und Schüler sowie den stellvertretenden Schulleiter Sepp Becker telefonisch dafür begeisterten.

Aus den weiteren Gesprächen entwickelte sich die Idee, die Solidaritätsaktion nicht nur auf die von ihnen besuchten Schulen zu beschränken.

„Wir wollen kreisweit ein Zeichen setzen und zeigen, dass die gesamte Schülerschaft Solidarität zeigt”, sieht Patrick Kremers so auch eine größere Effektivität durch die Bündelung und Vernetzung von Sammelaktionen an den Schulen.

Inzwischen verfassten sie ein Schreiben an die Schulleitungen und einen offenen Brief an alle Schülerinnen und Schüler. Die Schulleitungen bitten sie damit um Unterstützung und um Benennung eines Koordinators aus dem Lehrerkollegium.

Mit dem offenen Brief an die Schülerschaft vermitteln sie Informationen über die Flutwelle und erinnern an die täglich wachsende Zahl der Opfer und die Folgen der Katastrophe für die betroffenen Regionen sowie an die zerstörten Brunnen und drohenden Seuchen.

„action medeor”

Patrick Kremers erklärte, dass sich die Initiatoren gerade deshalb für die Hilfsorganisation „action medeor” als Empfänger der Schülerspenden entschieden hat.

Diese Organisation hat bereits Wasserentkeimungstabletten und Moskitonetze zusammen mit einer großen Medikamentenlieferung in die Krisenregion fliegen lassen. Die Sendungen werden von einem Ärzteteam in Empfang genommen und an die betroffenen Menschen verteilt.

„Durch unsere Spendengelder können weitere Menschen vor dem sicheren Tod bewahrt werden”, appellieren die Initiatoren von „Schüler zeigen Solidarität!” sowohl an die Spendenbereitschaft als auch an die Kreativität und Phantasie ihrer Mitschüler.

So sind auch Benefizkonzerte in den Schulen, Flohmärkte und Basare sowie Verkaufsaktionen mit Pausensnacks und Getränken zu Gunsten der Solidaritätsaktion angedacht. Mit vielen Einzelaktionen an den Schulen soll ein möglichst hohes Gesamtergebnis für das gemeinsame Vorhaben erzielt werden.

Selbstverständlich bleibt es den einzelnen Schulen überlassen, auch andere Hilfsorganisationen und Projekte zu fördern. So gibt es in Oberbrucher Schulen bereits seit längerem Kontakte zum Indien-Hilfswerk.

„Jeder Einzelne ist eingeladen, persönlich aktiv zu werden und damit dazu beizutragen, dass die Schülerschaft kreisweit ein wirkungsvolles Zeichen für Solidarität und Engagement setzt!”

Patrick Kremers ist zudem davon überzeugt, dass die Seebeben-Katastrophe und der „Eine-Welt-Gedanke” insgesamt auch im Schulunterricht thematisiert werden - was für zusätzliche Sensibilisierung sorgt.

Logistische Unterstützung leistete bereits die Kreissparkasse Heinsberg durch die kostenlose Bereitstellung eines Spendenkontos für diese Flutopferhilfe: Konto 2215333, Bankleitzahl 31251220, Stichwort: Fluthilfe.

Denn natürlich sind auch die Eltern und alle, die sich von der Schüler-Initiative begeistern lassen, eingeladen, Spenden zu leisten.

Joana und Lisa Zehetner haben ein Plakat entworfen, das auf die Solidaritäts- und Spendenaktion aufmerksam macht. Es zeigt eine Menschenkette, die sich die Hände als Symbol der Solidarität reicht. Jetzt hoffen die Initiatoren auf zahlreiche Rückmeldungen aus den Schulen.

Im Internet wurde zur Hilfsaktion der Schüler kurzfristig eine Seite eingerichtet unter http://www.schuelerzeigensolidaritaet.de.vu

Für Infos und Ideen sind die Organisatoren der Aktion per E-Mail zu erreichen unter schuelerzeigensolidaritaet.web.de.

Informationen zur Hilfsorganisation „action medeor” gibt es unter http://www.medeor.org