Heinsberg: Schüler gegen Menschenrechtsverletzungen

Heinsberg : Schüler gegen Menschenrechtsverletzungen

Informationen aus erster Hand zum Thema Menschenrechte erhielt der Neigungskurs Sozialwissenschaften der Klassen 9a und 9e der Realschule Heinsberg im Klevchen beim Unterrichtsbesuch von Monika Schmits von amnesty international (ai).

Die Schüler hatten sich mit ihrem Fachlehrer Georg Geilenkirchen seit Schulbeginn mit Menschenrechtsverletzungen und dem Kampf um die Menschenrechte in Geschichte und Gegenwart auseinandergesetzt.

Als Unesco-Projektschule kommt die Heinsberger Realschule seit Jahren in besonderer Weise ihrer Verpflichtung nach, über diese Thematik aufzuklären und damit das Engagement zu wecken, sich für Verfolgte einzusetzen.

Genau da setzte Monika Schmits mit ihrem Bericht über die Arbeit ihrer Menschenrechtsorganisation ein. Sie erläuterte, dass amnesty vor allem damit arbeitet, Verletzungen der Menschrechte weltweit öffentlich zu machen und anzuprangern.

Dabei kümmern sich die lokalen ai-Gruppen immer um einen ganz konkreten Fall, stellen Personen vor, deren Leben oder Unversehrtheit gefährdet sind, liefern Hintergrundinformationen und empfehlen Aktionen von Interessierten, wie zum Beispiel das Schreiben von E-Mails oder Briefen an die Verantwortlichen des Landes.

Diese Vorgehensweise heißt in der ai-Sprache „urgent action” (dringende Aktion), weil nur eine schnelle Vorgehensweise das Leben oder die Freiheit einer betroffenen Person retten kann.

Schnell merkten die Schüler und Schülerinnen, dass hier eine engagierte Aktivistin vor ihnen saß, die genau weiß, wovon sie spricht.

Ein schöner Erfolg für Monika Schmits und die Menschenrechte war der spontane Vorschlag des Kurses, sich in Zukunft an den „urgent actions” der Heinsberger ai-Gruppe zu beteiligen.