Städteregion: Schüler aus Städteregion glänzen beim Vorlesewettbewerb

Städteregion : Schüler aus Städteregion glänzen beim Vorlesewettbewerb

„Ich war so aufgeregt wie noch nie“, sagt Hana Mulaku aus Stolberg im Nachhinein. Kein Wunder, musste die Neunjährige doch in der zweiten Runde des mehrsprachigen Lesewettbewerbs vorlesen — ihren Lieblingstext in ihrer Muttersprache Albanisch und einen unbekannten Text in Deutsch.

Doch die Aufregung hat sich gelohnt: Am Ende ist Hana eine von insgesamt sechs Siegerinnen und Siegern unterschiedlicher Altersstufen, die im Haus der Städteregion geehrt werden.

Sie alle hatten sich im Februar und März auf Schulebene für die nächste Runde qualifiziert. Zum vierten Mal nimmt die Städteregion in diesem Jahr an dem von der Bezirksregierung Köln ausgelobten Wettbewerb teil. Eingeladen waren Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 3 bis 8, die neben den regulären Schulfächern im Nachmittagsunterricht ihre Herkunftssprache erlernen.

Während in den vergangenen Jahren unter anderem auf Griechisch und Arabisch vorgelesen wurde, sind die gewerteten Wettbewerbssprachen in diesem Jahr Albanisch und Türkisch. „Kinder, die mehrsprachig aufwachsen, haben unglaublich viel Potenzial“, betont Ruth Meyering, Leiterin des städteregioalen Schulamts. „Und mit Hilfe dieses Wettbewerbs können wir das zeigen.“

Während die sechs Sieger einen Büchergutschein überreicht bekommen, gibt es für alle Teilnehmer neben einer Urkunde eine Power-Bank als Teilnehmerpreis.

Auch Städteregionsrat Helmut Etschenberg ist beeindruckt von den Kindern, die in zwei Sprachen vorlesen. „Sprache ist der Schlüssel für alles.“ Zudem sei die Sprachkompetenz das A und O für erfolgreiche Integration und ein erfolgreiches Leben. „Diesen Kindern steht alles offen.“ Etschenberg ist davon überzeugt, dass der Wettbewerb mehr hervorgebracht hat als reine Sieger. Und auf den Weg machen sich die städteregionalen Gewinner sicherlich: zur finalen Entscheidungsrunde nach Köln Ende Juni.